Wissenschaftler fanden das Gen für die Steuerung der Zeit, die für Schlafen vorgesehen ist und das auch als der interne Wecker funktioniert. Karla Allebrand und ihr Team von der Ludwig-Maximilians-Universität in München benannten es mit Namen ABCC9.
Das Gen hat auch die Fähigkeit, die für Schlaf benötigte Zeit zu verkürzen. Die Entdeckung soll erklären, warum Leute mit Schlummer, wie die ehemalige britische Ministerpräsidentin Margaret Thatcher, nur etwa 4 Stunden Schlaf pro Nacht benötigen den warum einige auch nach 12 Stunden Schlaf müde aufwachen.
Die europaweite Studie wurde an 4.000 Personen aus sieben verschiedenen EU-Ländern durchgeführt. Die Freiwilligen mussten einen Fragebogen ausfüllen, der für die Beurteilung ihrer Schlafgewohnheiten diente. Die Forscher verglichen danach die Antworten der Probanden mit ihren DNA und fanden heraus, dass Menschen mit bestimmten Version des ABCC9-Gens deutlich weniger schlafen als Leute mit einer anderen Version des ABCC9-Gens.
Weiterhin bekräftigten die Forscher ihre Erkenntnisse mit Experimenten an Fruchtfliegen, die auch schlafähnlichen Verhalten zeigen. Wenn das ABCC9-Gen bei der Fruchtfliegen in das Nervensystem homolog blockiert wurde, verkürzte sich die nächtliche Schlafperiode deutlich gegenüber den unblockierten Gen.




