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McLaren P1: Milde Bestie mit 916 PS

Der McLaren F1 war seinerzeits in den 90er-Jahren einer der Wandposterfavoriten und der Supersportler schlechthin. In seine Stapfen trat inzwischen der McLaren P1, der vor einem Monat in Genf seine Premiere feierte.

Seid einigen Jahren sind die Engländer wieder in der breiteren Spitze der Motorsport-Königsdisziplin, jetzt wollen sie auch zurück in die Sportwagen-Elite einziehen. Vor zwei Jahrzehnten entwickelte McLaren ein Auto, das seiner Zeit weit voraus war und zählte mit seinem 6,1-Liter-V12 auch zu den stärksten Boliden der frühen 90en. Es wurden damals 106 Exemplare verkauft – auch der weltbekannte McLaren F1 von Rowan Atkinson, dessen Reparatur nach dem Totalschaden mehr als 1 Millionen Euro kostete.

McLaren P1 mit 916 PS Leistung

Der Neuling hat keine 1+2 Sitzkonfiguration und kein V12, sondern zwei parallel montierte Sitze und ein Hybridantrieb, das insgesamt 916 PS leistet. Die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor ist an die Doppelkupplungsgetriebe angekoppelt, die Kraft und 900 Nm Drehmoment an die Hinterräder schickt. Davon steuert der Benziner 737 PS und 720 Nm bei, der E-Motor kommt auf 179 PS und 260 Nm. Gefahren werden kann der McLaren P1 nur mit dem Benziner, rein elektrisch und im kombinierten Modus. Die rein elektrische Reichweite soll rund 10 Kilometer betragen.

McLaren P1 - 02

Viel Karbon, Titan und Magnesium für McLaren P1

Das Ziel hieß schon von Anfang an, das schnellste straßenzugellasene Auto für die Rennstrecke zu bauen, es soll aber durchaus Alltagstauglich sein und auch etwas Komfort bieten. Deshalb wurden Hightech-Materialien eingebaut und Kraft/Gewicht-Verhältnis ist deshalb mehr als 600 PS pro Tonne. Eine ausgefeilte Aerodynamik sorgt dafür, dass der McLaren P1 bei allen Muskeln nicht die Bodenhaftung verliert. Unterboden und Diffusor generieren zusammen mit dem monströsen Heckflügel bis zu 600 Kilogramm Anpressdruck – fast so viel wie das GT3-Modell, das ausschließlich auf der Rennstrecke unterwegs ist. Der knapp 1,4 Tonnen leichte McLaren P1 soll in unter 3 Sekunden Tempo 100 erreichen, nach 7 Sekunden soll der Zeiger schon die 200 km/h Marke überqueren und die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch begrenzt bei 350 km/h erreicht.

McLaren P1 – Wolf im Schafspelz

Styling ist nicht so exzessiv als beim Vorgänger aus der 90ern, die Frontpartie ist sehr flach und der Carbon-Splitter niedrig gesetzt, sodass die übliche Portion Agresivität fehlt. Trotzdem ist McLaren P1 ein wahrer Supersportler mit einem riesigen Auspuffschlund und massiven Diffusor am Heck. Es werden lediglich 375 Exemplare gebaut – die Preise beginnen bei rund 1 Milionen Euro.

Galerie: McLaren P1

 Video: Sergio Perez fährt McLaren P1

Von Marko Hanzelic

Mag. Pharm Marko Hanzelic - Mann, Unternehmer, Apotheker, Journalist, Fußballspieler, Winzer, Gurman, Autoliebhaber, Motivator, Weltenbummler und Weltverbesserer.

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