Und die Gold-Medaille geht an…

Sotschi 2014
Winterspiele 2014 in Sotschi: Sportler als souveräne Vorbilder

Endlich ist es soweit: Nach monatelanger Vorbereitung endlich in das Stadion einmarschieren, sich der internationalen Konkurrenz stellen, Wettkampfluft schnuppern, gemeinsam um Medaillen ringen – nirgends ist das für Sportler aufregender als bei den Sommer- und Winterspielen, wie jetzt auch wieder in Sotschi.  Gelingt dann der Sprung aufs Treppchen, gehen für Sportler Träume in Erfüllung. Vergessen das harte Training und die Entbehrungen. Doch souverän zeigen sich die Teilnehmer der Winterspiele nicht nur während des gigantischen Medienereignisses. Erfolgreiche Sportler sind ehrgeizig und bewegen nicht nur sich selbst, son­dern auch Enormes im Umfeld, um ganz vorne mit dabei zu sein.

Sotschi 2014: Goldmedallie

Auch im Business stellen wir uns täglich den Herausforderungen: Wir versuchen uns auf dem Eis zu halten, eine möglichst gute Zeit zu erreichen, machen das eine oder andere Kunststück, weichen Hindernissen aus und messen uns mit dem Wettbewerb genauso wie mit un­serem inneren Schweinehund. Die Frage ist nur, wie souverän wir dies tatsächlich meistern? Und ob wir am Ende die Gold-Medaille bekommen? Nachfolgende 5 Tipps helfen nicht nur Sportlern, täglich in allen Lebensbereichen ein klein wenig souveräner zu werden:

 1.   Gute Vorbereitung bedeutet Training, auf den Tag hin fit sein

Durch hartes Training formte der Wettkämpfer der Antike seinen Körper und ehrte dadurch die Götter, die damals eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielten. Doch auch heute geht im Leistungssport nichts ohne professionelles Training. Nur wer bereit ist, seinem Körper viel abzuverlangen, manchmal über seine Grenzen hinaus zu gehen, um dadurch immer wieder Steigerungen der Leistungsfähigkeit zu erreichen, wird als Profi oder Amateur etwas erreichen. Allerdings achten die Sportler, zumindest die souveränen, auch auf Auszeiten, auf Phasen der Regeneration. Dann gelingt es, auf den Tag hin fit zu sein und im Wettbewerb eine unvergleichliche Leistung zu bringen.

Sotschi 2014

2.   Ein hohes Maß an Selbstvertrauen und mentale Stärke

Haltung ist im Leben enorm wichtig. Die persönliche Einstellung weist den Weg – zum Sieg ebenso wie zur Niederlage. Wer als Sportler nicht an die Möglichkeit des Sieges glaubt, wird auch kaum in der Lage sein, zu gewinnen. Die persönliche Ein- und Vorstellung ist die innere Größe eines Menschen, mit der er – oft unbewusst – wirkt, die er ausstrahlt. Dieses Selbstbewusstsein ist es, das einem Sportler das Vertrauen in die eigene Leistungs­fähigkeit gibt. Neben der eigenen Disziplin trainieren Sportler auch die mentale Stärke. Sie sehen sich im Geiste weit vor dem Wettkampf laufen, springen und gewinnen. Im Flow können wir nicht nur selbst mehr bewirken, sondern auch die Strahlkraft auf andere und damit die gemeinsame Wirksamkeit vervielfachen.

Sotschi 2014: Abfahrt

 3.   Druck aushalten, wenn es darauf ankommt, gelassen sein

Wer kennt das nicht? Da trainieren wir wie verrückt, üben ohne Unterlass, bereiten uns auf das große Ereignis vor und der Druck wächst von Tag zu Tag. Durchhalten, dranbleiben, konsequent und zielstrebig sein sind sicher Eigenschaften, die einen erfolg­reichen Sportler auszeichnen. Kann dieser jedoch mit dem stei­genden Druck, sei es von Seiten des Trainers oder der eige­nen Mannschaft, seiner Konkurrenten oder der Medien, nicht um­gehen, wird es schwer, die Leistung punktgenau abzu­liefern. Natürlich ist es wichtig, für den Erfolg zu kämpfen. Doch hier ist nicht falscher Ehrgeiz gemeint, der einen ins Verderben führt, weil man nichts anderes mehr im Kopf hat und verbissen an der Erfüllung des gesetzten Zieles arbeitet. Damit ist vielmehr eine starke Willenskraft gemeint, die einem dabei hilft, auch in schwie­­rigen Phasen gelassen dran zu bleiben, weil man weiß, dass es sich lohnt.  

Sotschi 2014: Bob

4. Teamgeist zählt nicht nur in Mannschaftswettbewerben

In Kontakt treten, Beziehungen aufbauen, Partnerschaften pflegen – der Umgang mit anderen Menschen ist heute wichtiger denn je. Ob im Sport, in der Familie oder im Ge­schäfts­leben: Teamgeist zählt nicht nur in Mannschafts­wett­bewerben! Wer es schafft, seine „Spielposi­tion“ zu ent­decken, hat schon einen großen Schritt getan. Wer es darüber hinaus schafft, „Mitspieler“ für seine eigenen Ideen zu finden und zu begeistern, ist dem Erfolg ganz nahe. Dabei ist dieser kein Zufall. Wer sich aktiv einbringt, kann den Weg klar steuern und schwimmt nicht in den Erfolgswellen anderer mit. Gemein­sam an einem Strang ist leichter, als einsam an einem Seil zu ziehen. Miteinander arbeiten heißt, in jedem Bereich Energie spen­den und Kraft bekommen.

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5.   Erfolg genießen, Dank weitergeben

Der Ruhm und das Ansehen eines erfolgreichen Medaillen­gewinners, verbunden mit lautem Jubel und einer enormen Medienpräsenz, ist das eine. Das andere ist die kleine und stille Freude des Sportlers, die dieser oftmals erst nach dem Rummel gemeinsam mit der Familie und Freunden genießen kann. Manchmal neigen wir dazu, nach einem Erfolg gleich weiter zu machen, dem nächsten Ziel entge­gen­strebend. Und doch wäre es vernünftig, den Erfolg erst einmal auszukosten. Nicht umsonst heißt es „Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar!“ Genießen Sie also jeden Moment, in dem es Ihnen gut geht, den unvergleichlich er­folgreichen Augenblick auf dem Treppchen oder wenn Sie nur ganz für sich selbst eine neue Bestzeit aufgestellt haben. Seien Sie dankbar dafür – im Stillen tief in Ihrem Inneren ebenso wie im Umgang mit anderen Menschen, denen Sie Ihre Dankbarkeit ruhig öfter einmal zei­gen und sie aussprechen dürfen. Und die Gold-Medaille der Souveränität geht an… Sie!

Bergauer zum Buch Wort

Theo Bergauer beschäftigt sich seit 20 Jahren als Trainer, Coach und Autor mit der Begleitung von persönlichen und unternehmerischen Prozessen, die zur menschlichen Souveränität und zum beruflichen Erfolg führen. www.b-wirkt.de

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