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Digital Detox – Verreisen gegen Berufsstress

Wer kennt das nicht: gerade erst ist man nach einem stressigen Arbeitstag endlich zu Hause und schon wird die Flimmerkiste angeschaltet, einige Mails auf dem Tablet beantwortet und noch eben schnell ein paar Nachrichten an Freunde übers Smartphone versandt. Und irgendwie ist man gestresster als zuvor, dabei sollte man sich in den eigenen vier Wänden doch eigentlich erholen. Warum fällt es uns heutzutage eigentlich so schwer, die Seele baumeln zu lassen und alle hochtechnologischen Geräte einfach mal links liegen zu lassen?

Mit der neuen industriellen Revolution, in der wir uns befinden, scheint das Leben ohne Smartphone und Co. nicht mehr zu bewältigen zu sein. Daher ist ein neuer Urlaubstrend im Entstehen, der in eine ganz andere Richtung geht: Digital Detox – digitale Entgiftung- ist das Stichwort. Man sehnt sich nach Ruhe, im wahrsten Sinne des Wortes. Unbewusster Stress, der krank machen kann. Sogar einige Firmen haben schon damit angefangen, ihre Mitarbeiter in den Digital-Detox-Urlaub zu schicken, wie die „Welt“ zu berichten weiß.

Was man selbst beachten sollte

Wer sich auf Digital Detox Urlaub begibt, der hat eines nicht dabei: Geräte, die Strom benötigen. Adé Smartphone, adé Tablet, tschüß Laptop – alles weg. Für Notfall-Telefonate kann ein Block mit allen wichtigen Nummern herhalten. Ausstaffieren kann man sich statt Technik mit einen guten Buch, der morgendlichen Zeitung oder einem Magazin. Noch besser wäre es allerdings, einfach raus in die Welt zu gehen, zu wandern, Neues zu entdecken.

Schon die Anreise selbst sollte man möglichst nicht mit dem Auto plus Navi machen, sondern einmal über alternative Möglichkeiten nachdenken. Eine Reise mit dem Zug zum Beispiel ist meist viel entspannter, zumindest wenn man nicht allzu weit wegfahren möchte. Einfach aus dem Fenster schauen und den eigenen Gedanken nachgehen statt im Stau stehen. Den Reiseplan kann man sich schon zu Hause z.B. auf virail heraussuchen, die einem die günstigsten Verbindungen zeigen. Das notiert man sich dann nicht auf Evernote, sondern klassisch auf Papier. Wie lange hat man schon keinen Reiseplan mehr von Hand geschrieben und ihn sich in die Tasche gesteckt?

Was man vor Ort von Ferienanbietern erwarten sollte

Immer mehr Hotels bieten den Gästen eine WLAN und mobile Endgeräte-freie Zone, einen Ort der Stille an. Am besten mit dem Zug anreisen, damit man mit dem Navigator des Autos nicht erst in Versuchung kommt.

Doch nicht nur Hotels bieten Entspannung pur, die wahre Erholung bieten Bauernhöfe und Almen. Weit weg von der ständigen Erreichbarkeit, dem Klingeln, Piepsen, immer antworten müssen. Auf einem Bauernhof kann man zum Beispiel zum Praktikanten werden, man packt mit an und lernt wieder, wie wenige Dinge wir zum Leben (und zum Glücklich sein) wirklich brauchen.

Auch Klöster, Orte der Stille und Einkehr, bieten diese neue und doch so altbekannte Art der Erholung. Die Menschen sollen die Zeit vergessen und sich ganz auf sich selbst und ihre Bedürfnisse konzentrieren. In Zeiten, in denen am frühen Morgen das Smartphone wichtiger zu sein scheint als eine zärtliche Umarmung des Partners sollten wir uns wieder bewusst werden, warum wir überhaupt zu Tablet und Co. greifen. Ein vom Computerjob geplagter Mensch sollte glücklich sein wenn er abends nicht mehr vor einem Bildschirm sitzen muss, kann aber nicht umher, seine Mails beim Abendessen zu kontrollieren.

Viele Menschen suchen sich mittlerweile bewusst einige Tage oder Wochen im Jahr, in denen sie alle Geräte ausschalten und sich zurückziehen. Ob Wandertouren im Schwarzwald, Meditation oder Berghüttenurlaub – Hauptsache, die mobilen Endgeräte werden ausgeschaltet und man lernt von Neuem, wie viele schöne Dinge man eigentlich in seiner Freizeit erleben kann.

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Written by Lea Hofmann

Lea Hofmann

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