Auf den Straßen von San Francisco

San Francisco Skyline

San Francisco gilt als Kaliforniens schönste Metropole und verwöhnt mit vielen spannenden Ereignissen, spektakulären Blicken und kulinarischen Überraschungen.

Eine gigantische Lightshow begleitet die Bucht von San Francisco jeden Abend von der ersten zarten Dämmerung in die Nacht. Abertausende Lichter erhellen die Bürofenster der glitzernden Wolkenkratzer in Downtown. Weit draußen auf dem Wasser blinken 25.000 kleine LEDLampen: Die Brücke hinüber nach Oakland wird von einer neuen Kunstinstallation erhellt, die die tagsüber eher unspektakuläre Schwester der Golden Gate Bridge nun in magischem Glanz erstrahlen lässt. San Franciscos Wahrzeichen leuchtet dagegen ganz natürlich: Hinter der Golden Gate Bridge gibt die Sonne dem Himmel ein dramatisches Antlitz, bevor sie in den Fluten des Pazifiks versinkt. Allerdings nur, wenn nicht gerade der berühmte Nebel die Bucht einhüllt. Jetzt im Herbst stehen die Chancen auf klare Sicht jedoch recht gut – anders als in den Sommermonaten.

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Aufregender Mix

Doch egal ob mit oder ohne Nebel, ob tagsüber oder am Abend: Amerikas Westküstenmetropole ist immer eine Verheißung. Ein Stadt gewordener Traum, verewigt in zahlreichen Filmen und Serien. Und auf ewig eingebrannt als Ohrwurm: „If You’re Going To San Francisco“.

Was die Stadt so besonders macht? Die außergewöhnlich entspannte und tolerante Atmosphäre. Weiße, Asiaten und Afroamerikaner leben und arbeiten auf relativ engem Raum zusammen: einfache Leute und Banker, Hippies, Künstler und Studenten – und dazu wohlhabende Computerspezialisten, deren Firmen zunehmend aus dem nahen Silicon Valley in die Stadt ziehen. Mittags lässt sich dieser bunte Mix zum Beispiel am Alamo Square beobachten, wo viele Einheimische auf der Wiese ihre Lunchpakete auspacken.

Alcatraz Prison, San Francisco Bay

Alcatraz Prison, San Francisco Bay

Apropos Essen: Die ethnische Vielfalt spiegelt sich auch in der Restaurantszene wider – gekocht wird chinesisch, italienisch, polnisch, japanisch, deutsch, koreanisch und in vielen Varianten mehr. Sterneköche wie der Chef vom Restaurant „Coi“ wider – gekocht wird chinesisch, italienisch, polnisch, japanisch, deutsch, koreanisch und in vielen Varianten mehr. Sterneköche wie der Chef vom Restaurant „Coi“ verwöhnen die Gäste mit Fusionsküche, einem aufregenden Mix verschiedenster Einflüsse. Keine andere amerikanische Stadt hat mehr Restaurants pro Einwohner! Doch der neueste Trend ist Street Food. Auf Märkten wie dem im Ferry Building Marketplace kann man frisch zubereitete Spezialitäten genießen – gern Bio und aus der Region, vom Hamburger bis zum veganen Curry.

San Francisco, Mission Dolores

San Francisco, Mission Dolores

Authentische spanisch-mexikanische Küche gibt es dagegen im Mission District, dem sehr angesagten Latinoviertel der Stadt. Hingucker sind die von Künstlern fantasievoll und großflächig bemalten Fassaden. Salsamusik ertönt aus den Bars, Tanzen jederzeit erwünscht. Hier nicht verpassen: die Kirche Mission Dolores, das älteste erhaltene Bauwerk von 1776. Es erinnert daran, dass einst spanische Franziskanermönche eine Mission gründeten – ein Kaff von wenigen Hundert Seelen.

Fisherman's Wharf, San Francisco

Fisherman’s Wharf, San Francisco

Erst der Goldrausch machte San Francisco groß

Mitte des 19. Jahrhunderts machte die Stadt groß – bis das Erdbeben von 1906 fast alle Gebäude zerstörte. Doch binnen kurzer Zeit war San Francisco wieder aufgebaut – unten an der Bucht und auf den 14 Hügeln. Die Straßen, allen voran die Filbert Street mit 31,5 Prozent Gefälle, zählen zu den steilsten der Welt – und ziehen heute Skateboardfahrer magisch an, die waghalsig an den Autos vorbeisausen. Fußgänger müssen sich nicht hinaufquälen. Es gibt schließlich die Cable Cars – ruckelnde, von unterirdisch verlaufenden Kabeln gezogene Straßenbahnen. So eine Fahrt gehört ebenso zum touristischen Standardprogramm wie die legendäre Straßenkreuzung Haight und Ashbury, wo die Hippiebewegung geboren wurde. Auch die legendäre frühere Gefängnisinsel Alcatraz zieht zu Recht die Massen an. Und natürlich die sich sonnenden Robben am Pier 39 im Hafenviertel Fisherman’s Wharf.

Alamo Square, San Francisco

Alamo Square, San Francisco

Musik im Grünen

Beschauliche Ruhe herrscht im Golden Gate Park, dessen Ausmaße sogar den Central Park in New York übertreffen. Am Stow Lake kann man Ruderboote ausleihen und über schön angelegte, verwunschen wirkende Spazierwege schlendern. Hier und da sind Bands und Performances zu erleben. Im Park steht auch die California Academy of Sciences. Das wissenschaftliche Institut beherbergt u. a. ein Naturkundemuseum ein Planetarium, künstlichen Regenwald und echte Pinguine. Tipp: Erst ab 18 Uhr hingehen, dann kostet der Eintritt nur noch 15 statt 35 Dollar. Dazu gibt’s Livemusik und Cocktails. Und vielleicht kommt man mit dem einen oder anderen Einheimischen ins Gespräch – über das Leben in dieser umwerfenden Stadt.

Galerie: San Francisco

Redaktion - Interessante und nützliche Beiträge anderer Autoren.

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