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Vorteile und Eigenschaften des CFD-Handels

„Contracts for difference“ oder die gebräuchliche Kurzform CFDs sind Hebelprodukte, die beim Handeln eine Menge Vorteile bieten.

Der CFD Handel bietet eine Menge Vorteile im Vergleich zum Aktien-Trading. Sie können mit Hilfe von CFDs:

  • Long und Short gehen
  • mit kleinerem Kapitaleinsatz an den Märkten handeln
  • im Vergleich zu anderen Börsenprodukten (Optionsscheine, Zertifikate) Ordergebühren sparen
  • durch innovative Angebote Realtimekurse und Realtimecharts erhalten
  • die beliebtesten Instrumente handeln: DAX30 (also der CFD auf DAX), Dow Jones, EuroStoxx, Nasdaq, Gold, Silber, etc
  • kleinere (und damit günstigere) Spreads nutzen als bei Optionsscheinen & Zertifikaten
  • und last not least: durch schnelle Orderaufgabe- und ausführung schnell an den Märkten reagieren!

Wenn Sie neu im CFD-Markt sind, lohnt es sich, diese Hauptvorteile genauer zu betrachten:

Long und Short gehen:

An den Börsen geht es hoch und runter mit den Kursen. Im Aktienhandel können Sie in der Regel nur Gewinne machen, wenn die Aktie steigt. Bei Optionsscheinen und Zertifikaten, anderen Börsenprodukten, und bei CFDs können Sie aber auch Tradinggewinne erzielen, wenn Sie „Short“ gehen, also auf fallende Kurse spekulieren.

Wenn Sie bisher Optionsscheine und Co. gehandelt haben, haben Sie die Qual der Wahl: für jedes Basisprodukt/Underlying gibt es hunderte oder gar tausende von Optionsscheinen von verschiedenen Anbietern. Die Suche nach dem passenden Optionsschein kann lange dauern – und muss noch lange nicht die beste Wahl gewesen sein.

Anders bei CFDs:

Sie haben pro Basiswert – zum Beispiel den deutschen Aktienindex DAX – nur diesen einen Kontrakt auszuwählen, „DAX30“.
In unserem Tradingtool (MetaTrader und andere mehr) entscheiden Sie sich dann einfach für die „Bewegung“, die Sie am Markt erwarten:

  • steigende Kurse: Sie gehen Long (auch „Buy“ genannt)
  • sinkende Kurse: Sie gehen Short (auch „Sell“ genannt)

Geht Ihre Tradingidee auf, machen Sie Gewinne. Also auch bei fallenden Kursen. Läuft der Markt gegen Sie in die andere Richtung, machen Sie Verluste.

Dabei ist bei CFDs die Berechenbarkeit und Nachvollziehbarkeit kinderleicht: Optionsscheine haben viele Faktoren, die den Kurs des Scheins beeinflussen, die kaum transparent zu nennen sind: implizite Volatilitäten, Zeitwertverlust, komplizierte Berechnungsfaktoren (nach griechischen Buchstaben Alpha, Beta, Gamma, Delta, Theta, etc. benannt).

Anders bei CFDs:

  • die Volatilität spielt praktisch keine Rolle
  • 1 Punkt Bewegung am Markt = eine fixe Grösse Gewinn/Verlust für Sie, beim DAX30 beispielsweise entspricht 1 Punkt 1 Euro

Mit kleinerem Kapitaleinsatz an den Märkten handeln

Bei CFDs haben Sie meistens einen fixen Hebel, den Sie nicht verändern können. Bei den international bedeutenden Indizes beispielsweise fix 100. Der Hebel sagt gleichzeitig aus, wieviel Margin Sie auf dem Tradingkonto haben müssen, um 1 CFD-Kontrakt besitzen müssen.

Ein Beispiel am umsatzstärksten Index-CFD „DAX30“ macht es deutlich:

  • Der Hebel ist fix bei 100 – was gleichzeitig bedeutet, dass Sie als Margin ein hundertstel je Kontrakt aufbringen müssen
  • Wenn der Index also bei angenommenen 7.000 Punkten steht, investieren Sie 70 EUR pro Kontrakt zur Orderaufgabe
  • 1 Punkt Bewegung im Index macht 1 Euro Gewinn oder Verlust für Sie aus
Handelsbeispiel: CFD-Index
DAX30 CFD Long
Index bei 7.000 Punkten
70 EUR
1 Punkt „Bewegung“ im Index enspricht 1 Euro an Wert für den CFD
Index bei 7.050 Punkten
120 EUR
Veränderung: 50 Punkte
 
Gewinn in EUR

50 EUR

angefallene Kosten: 1 EUR da 1 Punkt Spread
Gewinn in %
+ 71 Prozent
 

Je kleiner dabei der Spread ist, also der Unterschiedsbetrag zwischen Bid (Verkaufskurs) und Ask (Kaufkurs), desto eher können Sie „im Gewinn“ sein.

Angenommen, Sie gehen eine Order ein ohne Zeitverlust, also im gleichen Moment Eröffnen und Schliessen Sie die Order. Hier wären Sie immer im Minus, da der Spread zwischen Ankauf- und Verkaufskurs liegt. Erst wenn am Markt der Kurs sich um diesen Spread in Ihre Richtung bewegt hat, sind Sie in der Gewinnzone.
Naturgemäß sind Sie also schneller und eher im Gewinn, je kleiner der Spread Ihres CFD-Brokers ist.

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Technische Analyse: Doji

Bei Doji gennanten Kerze (Kerze ohne Körper) liegen der Eröffnungs- und Schlusskurs auf demselben Preisniveau.

Doji ist ein Zeichen für unentsclossenheit der Marktteilnehmer und könnte poetisch auch als Unentschieden zwischen Bären und Bullen gezeichnet werden.

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Technische Analyse: Konstruktion der Kerze

Für eine Kerze sind vier Kursdaten pro Zeitperiode nötig. Das sind Eröffnungs- (open) und Schlusskurs (close), die breiteren Kerzenkörper bilden, deren Farbe von Marktverfassung abhängt.

Ist der Eröffnungskurs höher als der Schlusskurs (der Markt ist gefallen), so ist die Kerze schwarz. Ist die Situation umgekehrt (der Markt ist gestiegen), ist die Kerze weiß. Die beiden Kerzendochte (also nach oben und nach unten) stellen der höchste (high) und niedrigste (low) Preis der Zeitperiode dar. In den nächsten Artikeln werden wir verschieden Kerzenkombinationen kennenlernen. Da die Kerzencharts japanisches Ursprung haben, werden auch mit japanischen Namensgebungen gezeichnet, obwohl dabei auch Übersetzung ins Englisch steht.

Kerze bei fallendem Markt.

 

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Technische Analyse: Kerzencharts

Kerzencharts (Candlestick-Charts) wurden schon in 17. Jahrhundert von Reishändlern in Japan verwendet, sind aber eigentlich eine relative Neuheit in Welt der technischen Analyse, wie wir sie heute kennen.

Ihr größtes Vorteil gegenüber Balkencharts ist die bessere Vorstellungskraft, da Kerzenkörper visuell besser zu einschätzen sind als die vertikale Balkenlinien. So gilt es, dass die Kerze weiß oder grün gefärbt ist, wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt (bullish) und schwarz, wenn die Situation umgekehrt ist.

Kombinationen aus einzelnen Kerzen haben deshalb wesentlich höhere Aussagekraft und bilden schon in Gruppe von zwei bis fünf Kerzen einige sehr sichere Handelssignale. Wir werden in nächsten Artikel diese Musterkombinationen auch näher kennenlernen.

Kerzenchart AUD/JPY 1H (MetaTrader4)

Auch andere Eigenschaften von Kerzencharts deuten an das Geschehen auf dem Markt, wie zum Beispiel die Länge der Lunten und der Körper. Deshalb haben Candlesticks auch die Fähigkeit früh auf Trendvorsetzungen und Trendwenden zu hindeuten und können wegen ihrer Simplizität auch einfach und schnell mit anderen Analysetechniken kombiniert werden.

Trotz allem sind auch Kerzencharts nicht ohne Schwächen. Kerzenkörper nehmen mehr Platz ein als gewöhnliche Liniencharts und sind deshalb bei größeren Anzahl von Kerzen weniger übersichtlich. Daher sind Kerzencharts vor allem in den kurz- bis mittelfristigen Bereich anwendbar.

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Auf und Ab für Euro-Dollar, DAX nach unten, Bernanke schließt neue Stimulusmaßnahmen nicht aus

Ein Auf und Ab brachte die letzte Handelswoche für Euro-Dollar. Nach einem Start bei 1,3180 schwankte die Gemeinschaftswährung zunächst zwischen 1,3285 und 1,3133, bevor am Freitag noch einmal das Wochenhoch bei 1,3293 erreicht wurde. Doch blieb dies eine kurze Episode – bis 27. März schafft der Euro nicht den Bruch der Widerstandszone 1,3280/90 – bis dann Ben Bernanke etwas vage neue Stimulusmaßnahmen nicht ausschloß und den Euro über die 1,33 katapultierte.

Highlight der letzten Woche war fraglos die Aussage Mario Draghis in der Bild-Zeitung (also dem sicher anerkanntesten Finanzmedium weltweit!), wonach das Schlimmste der Finanzkrise überwunden sei. Als Begründung nannte der Notenbanker die Tatsache, daß die EZB seit einigen Tagen nicht mehr Anleihen der PIGS-Staaten kaufen mußte – was aber kein Wunder ist nach der massiven Geldspritze nach dem Tender Ende Februar. Doch inzwischen scheinen die Käufer wieder auszubleiben, die Renditen und damit die Risikoaufschläge steigen wieder – offenkundig haben die beschenkten Banken ihr Pulver bereits verschossen.

In Ermangelung wichtiger Konjunkturdaten steht wieder einmal die Frage im Vordergrund, wie die Fed es mit QE3 halten wird. Nach wie vor gibt es keine wirklich konkreten Hinweise eines bevorstehenden QE, zumal die US-Daten (bis auf letzte Woche aus dem Immobiliensektor) überwiegend robust ausfallen und geldpolitische Stimuli so überflüssig machen wie einen Kropf. Nicht zufällig mehren sich daher auch Stimmen aus der Fed (Bullard, Fisher, Plosser etc.), die keinerlei Notwendigkeit für derartige Maßnahmen erkennen lassen (nur Bernanke scheint anders zu denken).

Charttechnisch hat sich die Ausgangslage leicht verändert: der Euro hat die Zone 1,3280/90 überwunden. Solange die Gemeinschaftswährung nun die Unterstützung 1,3280/90 hält, besteht weiteres Potential bis zum Doppeltopp aus dem Februar bei 1,3486. Auf der Unterseite wartet eine Unterstützungszone bei 1,2975-1,3030.

Eine Verlustwoche hat der DAX absolviert. Der Index begann im Bereich 7150, erreichte gleich am Montag das Wochenhoch bei 7195 Punkten und kam von diesem Zeitpunkt an kontinuierlich unter Druck. Am Freitag markierte der Index sein Tief knapp über der 6900er-Marke, zog aber im weiteren Handelsverlauf wieder an und kann heute mit den Aussagen Bernankes wieder in Richtung 7100 steigen.

Die letzte Handelswoche war geprägt von schwachen Konjunkturdaten aus Europa und China. So fiel in Deutschland der Einkaufsmanagerindex deutlich unter die 50er-Marke, ebenso in Frankreich. Für die Märkte aber noch wichtiger ist die spürbare Abkühlung in China mit einem zum fünften Mal in Folge gefallenen Einkaufsmanagerindex, pessimistischen Aussagen der Autoindustrie, Anhebung der Benzinpreise (zweimal in sechs Wochen) sowie einem Gewinnrückgang chinesischer Unternehmen um 11% (in Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr).

Es gibt also Gegenwind von Seiten der Konjunktur. Diese Abkühlung dürfte bekanntermaßen deutsche Unternehmen besonders treffen und läßt die weiteren Aussichten auf steigende Gewinne der Dax-Unternehmen sehr fraglich erscheinen. Insbesondere im EU-Ausland, wichtigster Absatzmarkt Deutschlands, werden öffentliche Ausgaben massiv zurück gefahren, haben die Konsumenten kein Geld etc. Wenn jetzt noch der Mythos eines ewig wachsenden China wegfällt, wird es langsam eng.

Noch aber scheint Liquidität die Fakten zu verdrängen. So hat heute Ben Bernanke seinem Image wieder einmal alle Ehre gemacht und weitere Stimulus-Maßnahmen nicht ausgeschlossen (ohne allerdings den Begriff QE zu verwenden). Das Spiel geht also weiter, man hat den Eindruck, die Notenbanken degradieren sich zu Erfüllungsgehilfen der Banken bzw. der Aktienmärkte. Aber es gibt eben kein Free-Lunch, früher oder später wird uns die Rechnung präsentiert werden.

Charttechnisch ist der DAX noch neutral einzustufen. Unterstützung hat der Index bei 6970 sowie 6910/6900. Auf der Oberseite bildet das Hoch der letzten Woche bei 7195. Bricht diese Marke, ist der Weg frei bis in den Bereich 7450/60.

Quelle: www.actior.de

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Wochenanalyse: Ifo-Index besser als erwartet ausgefallen, gute US-Konjunkturdaten

Starke Zugewinne verbuchte Euro-Dollar in der letzten Handelswoche. Nach einem Start im Bereich 1,32 pendelte die Gemeinschaftswährung bis Mittwoch in einer geringen Spanne zwischen 1,3185 und 1,3295. Ab Donnerstag ging es dann kontinuierlich nach oben, ausgelöst zunächst durch den besser als erwartet ausgefallenen ifo-Index sowie gute US-Konjunkturdaten (Erstanträge, Hauspreise). Am Freitag folgte dann – ohne relevante Nachrichten – der nächste Aufwärtsschub, der den Euro in der Spitze auf 1,3486 katapultierte. Am heutigen Montag kommt die Gemeinschaftswährung wieder unter Druck und handelt in Sichtweite der 1,34.

Wesentlicher Treiber für den Anstieg sind nicht fundamentale Gründe, sondern zunächst einmal die ausserordentlich hohe Quote von Shortpositionen auf den Euro, die derzeit eingedeckt werden müssen und so der Aufwärtsbewegung neue Nahrung verschaffen. Dieser Effekt wird sich jedoch zeitnah erschöpfen, sodaß der zweite Treiber in den Vordergrund rückt: die von der EZB den Banken gespendete Liquidität.

Als Mario Draghi sein Amt antrat, klangen seine ersten Aussagen so, als sei er ein Bundesbanker. Inzwischen verhält er sich jedoch wie ein Greenspan oder Bernanke, für die Liquidität alle Wunden heilt.

Kurzfrisitig hat die Startegie funktioniert: die Risikoprämien auf PIGS-Anleihen fallen, die Einlagen der Banken bei der EZB gehen zurück. Dahinter steht jedoch ein Mechanismus, der das ohnehin schon bestehende Schneeball-System noch toppt. Bislang wurden Banken ja letztlich dafür belohnt, Staatsanleihen zu kaufen, weil sie diese als Sicherheiten bei der EZB hinterlegen konnten. Dieses Spiel hat so lange funktioniert, als Staatsanleihen als praktisch risikolose Anlage galten. Als dann ein Staat wie Griechenland praktisch kollabierte und klar machte, daß es mit der risikolosen Anlage nicht weit her ist, akzeptierte die EZB griechische Anleihen weiter als Sicherheit. In einem weiteren Schritt hat die EZB nun vollends die Schleusen geöffnet und dem Schneeball-System eine eskalierende Dynamik verschafft: Die Banken insbesondere der PIGS-Staaten emitieren Anleihen, die von ihren jeweiligen Staaten garantiert werden und kaufen im Gegenzug Anleihen eben der garantierenden Staaten. All das kann dann bei der EZB als Sicherheit hinterlegt werden. Das wäre schon problematisch, wenn die beteiligten Akteure nicht bis über beide Ohren verschuldet wären. So aber bürgt ein Bankrotteur für den anderen bei gleichzeitig munterem Gelddrucken. Es ist dieser Mechanismus, der das System letztlich aufsprengen wird.

Noch aber versuchen die EU-Verantwortlichen zu retten, was letztlich nicht mehr zu retten ist. Denn der Fehler liegt im Euro-Sytem selbst begründet, die aktuelle Lage ist eben Ausfluß dieses Systems und beileibe kein Zufall (dazu ein andermal mehr).

Charttechnisch hat der Euro seine Ausgangslage naturgemäß verbessert. Mit Bruch der Zone um 1,3320 hat sich die Gemeinschaftswährung den Korridor bis 1,3580/1,3620 frei gemacht. Fällt der Euro hingegen unter die 1,3320, wäre der Ausbruch vom Freitag ein fake, erstes Kursziel dann 1,3030.

Nur wenig verändert hat der DAX die letzte Handelswoche beschlossen. Der Index begann mit einem Aufwärtsgap in Richtung 6900 und markierte am Dienstag sein Wochenhoch bei 6972 Punkten. Seitdem ging es langsam aber stetig bergab, unterbrochen durch eine Zwischenralley nach den überraschend guten ifo-Zahlen am Donnerstag, doch noch am selben Tag sorgte die drastische Senkung der Wchstumsprognose durch die EU-Kommission für einen Abverkauf bis 6730 Punkte, der dann jedoch durch die bullischen US-Märkte wieder egalisiert wurde. Am Freitag lief der Index seitwärts und beendete die Woche auf X-DAX-Basis bei 6850 Punkten.

Im Vergleich zu den US-Märkten wirkt der Dax derzeit eher schwach auf der Brust. Auslöser der heutigen Schwäche ist die Weigerung des IWF, Hilfe für die Eurozone zu leisten ohne Vorleistung der Europäer, sprich der Deutschen. Es hat aber den Anschein, als sei der DAX nach oben hin gedeckelt in der Zone 6900-6970 – kein Wunder angesichts der rasanten Performance seit Jahresbeginn und des völlig überkauften Marktes.

Doch die Warnzeichen mehren sich. In den USA erfolgen die Anstiege nach wie vor unter dünnstem Volumen, Tech-Giganten wie Hewlett-Packard und Dell enttäuschten auf ganzer Linie mit ihren Zahlen. Hinzu kommt, daß der Transportsektor die Rally nicht bestätigt, was angesichts des Ölpreises auch nicht wirklich erstaunlich ist.

Entscheidend in dieser Woche dürfte der neue Liquiditätstender der EZB am Mittwoch sein. Dabei ist die Situation etwas tricky: ziehen die Banken sehr viel Liquidität, könnte dies wieder als Warnzeichen verstanden werden, daß der Bankensektor unterkapitalisiert ist. Ziehen sie zu wenig, wäre die Aktion der EZB im Grunde überflüssig gewesen.

Wir werden sehen. Erst bei einem nachhaltigen Sprung über die 6900 hellt sich die Lage im DAX wieder auf. Es ist bislang immer der große Bruder in den USA, der den Abverkauf des Dax stoppen kann. Mal sehen, ob das auch das nächste Mal gelingt!

Quelle: www.actior.de

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Griechenland: Selig sind die Optimisten – die wöchentliche Börsenanalyse

Geht man nach der Häufigkeit der Meldungen, wonach Griechenland unmittelbar vor einer Einigung mit EU stehe, müßte das Land inzwischen komplett schuldenfrei sein. Seltsamerweise ist immer noch nichts passiert – da drängt sich doch der Verdacht auf, daß hier Zweckoptimismus am Werk sein muß. Die Marktteilnehmer aber kümmert das eher wenig, man hat eine Einigung schon einmal prophylaktisch eingepreist und träumt von der Besten aller Welten. Schau ma mal, würde Kaiser Franz bei einer solchen Gelegenheit sagen – man lebt schließlich nur einmal. Selig sind die Optimisten.

So langsam müssen die Griechen und ihre gutmeinenden Gläubiger aber liefern. Sonst droht ein Desaster – das Land ist ohnehin auch mit einem weitgehenden Haircut nicht mehr zu retten. Charttechnisch ist die Lage für den Euro solange intakt, als die ehemalige Widerstandszone 1,3210/40 verteidigt werden kann. Bricht die Gemeinschaftswährung diese Unterstützung nachhaltig, droht ein false break mit anschließendem massiven Abverkauf.

Kein Halten kennt derzeit der DAX. Langsam, aber stetig bildet der Index einen steilen Aufwärtstrend – der vermutlich ein wenig zu steil ist. Wir gehen daher weiter davon aus, daß wir vor einer impulsiven Korrektur stehen. Was auch immer der Anlaß sein mag – Griechenland läge am Nächsten – der Markt ist derart überhitzt, daß eine Korrektur nur gesund sein kann. Insbesondere in den USA ist das Volumen mickrig – am Montag hatten wir die niedrigsten Umsätze seit 10 Jahren. Wir mißtrauen daher dieser Ralley, zumal in den USA die Stimmung extrem bullisch ist. Der nächste Widerstand wartet in der Zone 6840/60.

Quelle: www.actior.de

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US-Konjunkturdaten enttäuschen fast durchweg in den letzten Wochen

Zu Wochenbeginn wenig verändert zeigt sich Euro-Dollar. Auftrieb geben (wohl gezielt gestreute) Gerüchte um eine unmittelbar bevorstehende Einigung Griechenlands mit seinen Gläubigern, doch haben sich derlei Gerüchte in letzter Zeit regelmäßig als Enten erwiesen. Stützend wirken auch die derzeit bullischen Aktienmärkte, doch könnte auch hier zeitnah eine Korrektur dann auch Euro-Dollar belasten.

Derzeit kämpft die Gemeinschaftswährung mit der sehr steilen Aufwärtstrendlinie, nachdem zu Beginn der Woche die Unterstützung bei 1,3080 gebrochen wurde. Entscheidend ist jetzt ein Bruch der Widerstandszone bei 1,3210-40. Im Erfolgsfall wäre der Weg frei bis 1,35. Auf der Unterseite sollte die 1,3080 nun nicht mehr unterschritten werden.

Ein neues Jahreshoch generiert heute der DAX. Rein charttechnisch bestehen kaum Widerstände bis zur 7000er-Marke, doch ist der Markt bereits überhitzt und in den USA die Stimmung unter den Anlegern extrem optimistisch. Wir erwarten daher zeitnah eine Korrektur, möglicherweise werden die non-farm payrolls am Freitag der Auslöser sein. Auffällig ist, daß die US-Konjunkturdaten in den letzten Wochen fast durchweg enttäuschend sind, und es scheint uns nur eine Frage der Zeit, bis die Märkte diese Tatsache wieder zur Kenntnis nehmen.

Quelle: www.actior.de

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Aufwärtstrend für Euro-Dollar

Konstant nach oben ging es in der letzten Handelswoche für Euro-Dollar. Die Gemeinschaftswährung startete im knapp über dem Verlaufstief bei 1,2623 und bekam am Dienstag Auftrieb. Erst knapp über 1,28 ging dem Euro die Luft aus, der anschließende Rücksetzer endete jedoch deutlich über der 1,27. Bis Freitag ging es dann kontinuierlich und praktisch ohne Korrekturen nach oben, am letzten Handelstag der Woche erreichte der Euro dann sein Wochenhoch bei 1,2985.

Die Welt scheint also wieder in Ordnung zu sein für den Euro. Da wird Frankreich abgestuft – man registriert es mit einem Schulterzucken. Dagegen verlaufen die Anleiheauktionen Spaniens, Frankreichs und Italiens sehr ordentlich, wer auch immer hier die Käufer dieser Anleihen sein mögen. Durchaus möglich, daß die EZB mit ihrer Politik Liquidität in die Banken zu pumpen, zumindest kurzfristig auf dem richtigen Weg ist. Diesen Weg hatte schon George Soros vorgeschlagen: die Banken sind die Achillesverse des Systems, also muß man sie stützen, um den Crash von Staatsanleihen zu verhindern. Im Mindesten ist diese Strategie intelligenter als das Auspacken der Bazooka durch die EZB, wie es aus angelsächsischen Länder immer wieder mantraartig gefordert wird. Ob diese Strategie aber auch langfristig funktioniert, muß sich noch zeigen.

Ein wesentlicher Treiber für die Gegenbewegung in Euro-Dollar ist fraglos der Optimismus in Sachen Griechenland. Ob aus Athen oder Brüssel, überall wird Optimismus verbreitet, man stehe unmittelbar vor dem Abschluß, spätestens am letzten Wochenende sollte ja ein Kompromiß in trockenen Tüchern sein. Passiert ist aber noch nichts. Man darf daher die Aussagen als (un)gesunden Zweckoptimismus werten, eine Art tranquilizer für die Märkte.

Es empfiehlt sich ein gesundes Mißtrauen gegenüber den Vorab-Jubelmeldungen in der Griechenland-Frage. Selbst wenn man sich nun auf einen haircut einigt, das Problem wird früher oder später wieder auf den Tisch kommen. Selbst ein Abschlag von 80% wird Griechenland nicht aus dem Schlamassel bringen können, weil eben die Reformen nicht wirklich angegangen werden.

Ansonsten bleibt es beim alten Spiel. Forderungen von Monti oder Lagarde nach einer Aufstockung des Rettungsfonds werden von Deutschland zurück gewiesen, und daran wird sich wohl nichts ändern, bis der Baum dann lichterloh brennt. Auch wenn der Euro also derzeit etwas Aufrieb hat, ändert das doch nichts an der Grundproblematik: Deutschland will nicht (mehr) zahlen.

Wir erwarten daher auch in näherer Zukunft keine nachhaltige Euro-Ralley. Die Gemeinschaftswährung hat noch Luft bis 1,3080, dann sollte es zu einer umfangreicheren Korrektur kommen. Auf der Unterseite bietet die alte Marke bei 1,2860 Unterstützung, sodann in der Zone 1,2623-1,2670/80.

Erneut mit Zugewinnen beendete der DAX die letzte Handelswoche. Nach einem Start knapp über 6100 Punkten konnte der Index in Abwesenheit der US-Märkte gleich am Montag deutlich zulegen und eröffnete dann am Dienstag mit einem Aufwärtsgap. Bis Freitag zeigte der Dax kaum Schwäche und stieg kontinuierlich bis an den Widerstand bei 6430/40. Nach einer etwas schwächeren Eröffnung am heutigen Montag gelang dem Index dann der Sprung über diesen wichtigen Widerstand, allerdings fehlen bislang Anschlußkäufe.

Erstaunlich an der Aufwärtsbewegung ist, daß sie kaum Schwungkraft hat und eher ein langsames nach oben Schleichen denn eine veritable Ralley ist. Hinzu kommt, daß der Anstieg unter dünnstem Volumen geschieht – und das ungewöhnlicherweise während der US-Berichtssaison (wir haben derzeit in den USA das geringste Handelsvolumen seit 2008). Letztere verläuft überwiegend gut, doch scheint dies nicht der wahre Treiber der Kurse zu sein.

Wichtiger ist wohl die massive Bereitstellung von Liquidität druch die EZB an die Banken, die das Vertrauen in den (europäischen) Bankensektor zumindest vorübergehend zurück gebracht hat. So zählen die Banken zu den maßgeblichen Kurstreibern – es ist ja eine Binsenweisheit, daß ohne den Finanzsektor keine nachhaltige Aufwärtsbewegung stattfinden kann. Dieses Vertrauen ist gut, darf aber nicht darüber hinweg täuschen, daß die Banken noch jede Menge Leichen im Keller haben – sonst würden sie sich gegenseitig nicht derart mißtrauen und das Geld zu ungünstigen Konditionen bei der EZB parken.

Wie auch immer: der Start der US-Börsen ist der beste Jahresauftakt seit 1987. Die Betagteren unter Ihnen werden sich noch an dieses Jahr erinnern, als im Oktober ein massiver Crash die Kurse einbrechen ließ. Wir würden uns nicht wundern, wenn der positive Auftakt ins Jahr 2012 ähnlich wie 1987 in einem herbstlichen Desaster enden würde – insbesondere dann, wenn der Optimismus weiter zunimmt und das Wort „Krise“ ausser Mode gekommen sein wird.

Charttechnisch sieht der Dax mit Bruch des 6430/40-Widerstands positiv aus, doch vermissen wir, wie oben beschrieben, die impulsiven Anschlußkäufe. Neben der Griechenland-Frage liegt der Fokus in dieser Woche auf der Fed-Sitzung (Ergebnis Mittwoch abend) sowie auf US-Unternehmensergebnissen (u.a. Apple). Im Grunde sollte nun der Weg in Richtung 7000 frei sein, doch bleiben wir gegenüber der derzeitigen Aufwärtsbewegung nicht ohne Vorbehalte. Auf der Unterseite wartet bei 6215 Punkten noch ein zu füllendes Gap.

Quelle: www.wirtschaftsdaten-konkret.de

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Edelmetalle: die Widerstände halten. Noch!

Eine recht seltsame Entwicklung war Anfang der Woche bei den Edelmetallen zu beobachten. Es stürmt kräftig in Europa. Mag sein, es zieht sogar ein Tornado auf.

Die Hebelung des Europäischen Rettungsfonds auf 1 Billion Euro wird mangels Interesse asiatischer Investoren nicht funktionieren. Apropos Hebel: Dieser war auch kürzlich das Thema bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“. Die Kandidatin lag falsch mit ihrer Antwort zur Hebelung. Denn nicht 1 Milliarde Euro ist korrekt, sondern 1 Billion Euro. Offenbar ist die durchaus gefährliche Tragweite dieses Themas noch nicht überall angekommen. Aber zurück zum wahren Leben diese Woche. Italien bekommt zwar noch Geld, aber zu einem Preis (= Rendite), der mit rund acht Prozent längst jenseits von gut und böse liegt. Eine Gemengelage also, die zu Beginn der Woche besser nicht sein können für das Kriseninvestment Gold. Doch das gelbe Metall machte da nicht, was Anleger von ihm erwarten und was es früher lehrbuchmäßig getan hat. Nämlich im Preis zu steigen.

Stattdessen pendelte der Unzenpreis über einen längeren Zeitraum in einer Spanne zwischen rund 1.680 und 1.720 Dollar. Dann aber kam der Mittwoch mit der konzertierten Aktion der weltweit wichtigsten Notenbanken. Und das Gelbe Metall sprang ohne Mühe in die Region von 1.740 US-Dollar. So schnell kann das gehen. Doch wer weiß schon, ob dieser Trend sich verfestigt. Denn institutionelle Investoren brauchen noch immer Liquidität, weil sie bei europäischen Anleihen und Aktien reichlich Federn gelassen haben. Da werden also Engagements aufgelöst, die – wie Gold – noch tief in den schwarzen Zahlen stehen. Solche Konsolidierungen – bei Gold spricht man besser von Korrektur, da der Unzenpreis von rund 1.920 Dollar in der Spitze auf unter 1.700 Dollar gefallen war – dauern zumeist einige Zeit. Die ersten Optimisten wagen sich indes wieder nach vorn und sehen einen Anstieg des Goldpreises bis zum Jahresende auf mindestens 1.800 Dollar. Ganz Wagemutige sagen sogar voraus, dass der Goldpreis die 2.000-Dollar-Marke ins Visier nimmt. Falls denn die Unterstützung bei 1.720 Dollar hält und der Widerstand bei 1.775 Dollar nachhaltig überwunden wird.

[checklist]

  • Goldpreis kurzfristig: seitwärts, abwärts
  • Goldpreis längerfristig: seitwärts, aufwärts

[/checklist]

Nach wie vor gilt für Silber praktisch das Gleich wie für den großen Bruder Gold. Auch hier nahmen Investoren die seit Jahresbeginn doch beträchtlichen Gewinne mit. Erschwerend kommt nach wie vor hinzu, dass die Aussichten für die Weltkonjunktur im kommenden Jahr alles andere als rosig scheinen. Und da Silber – wie schon häufig an dieser Stelle gesagt – nicht nur ein Investment, sondern insbesondere ein Industriemetall ist, braucht man nur 1 und 1 zusammenzuzählen, um die momentan verhaltene Preisentwicklung zu begründen. Dies obwohl auch der Silberpreis vom Befreiungsschlag der Notenbanken spürbar profitieren konnte. Charttechnisch hat der Silberpreis Unterstützungen bei rund 32,30 und bei 31,30 Dollar und einen recht ausgeprägten Widerstand bei knapp 34 Dollar. Für antizyklisch orientierte Investoren dürfte Silber auf dem derzeitigen Niveau, selbst wenn der Unzenpreis noch ein paar Prozente fällt, längerfristig gute Gewinnchancen eröffnen.

[checklist]

  • Silberpreis kurzfristig: seitwärts
  • Silberpreis längerfristig: aufwärts

[/checklist]

Quelle: 321goldundsilber.de

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Die Schweizerische Zentralbank senkt die Zinsen, um den Franken zu schwächen

In einer Entscheidung und Aktion um den Anstieg der Stärke von dem Schweizer Franken zu aufhalten, hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinsen gesenkt von dem bereits Tiefpunkt von 0.25% zu wie nah wie möglich von Null.

Der Franken hat eine mächtige Zuströmung von Kapital von Investoren die aus der Unsicherheit um den Euro fliehen. Als Ergebnis hat der Franken vorher unbekannte Niveaus gegen alle Hauptwährungen, einschliesslich US-Dollar, erreicht.

Der Franken ist wie ein Sicherheitshafen, weil die Investoren anschauen die Schweiz als in viel besseren Zustand als den Rest der Welt, sagen die Experten.  Der Euro und der US-Dollar sind schnell angestiegen gegen den Franken, nach der Ansage, aber die allgemeine Meinung scheint zu sein dass, die Wirkung kurzlebig sein wird. Das Tempo der Stärkumg des Schweizer Franken hat sich beschleunigt, seitdem sich die Märkte wegen der  Verschuldung von Italien und Spanien, diese Woche nach unten gerichtet haben.

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Trading Grundlagen, am Anfang der Tradingkarriere

Börsenhandel bzw. Trading kann auf einer Seite aufregend und sehr profitabel sein, kann aber auch hart und stressvoll werden, wenn man die Kontrolle verliert und in die Gewinnsucht rutscht.Um beim Börsenhändel erfolgreich zu sein, muss man die Kontrolle über sich selbst immer behalten, was man aber nur mit Erfahrung und durch Lernen erreichen kann.

Automatische Tradingsysteme ermöglichen  heute, dass auch kleine private Investoren direkten Zugang zu finanziellen Weltmärkten haben und ihre Investitionen auch selber verwalten können. Es sit klar, dass nur der Wille selbst nicht ausreicht, aber auch, dass die Ursachen für den Misserfolg bekannt sind. Das Gute daran ist, dass man im Fachkreisen weißt, welche Felher unerfahrene Trader am häufigsten machen und dass man sie mit der richtigen Vorbereitung vorbeugen kann.

Neben der starken Willen und Disziplin muß man zu Beginn der Traderkarriere auch die Anweisungen und Ratschläge für die gute Handelspraxis beachten, um die Schritte in die Selbständigkeit zu erleichtern. Deshalb werden wir auch auf MotivationMagazin.eu versuchen, Ihnen möglichst viele Informationen über die aktuellen Entwicklung in Finanzmärkten sowie die geeigneten Trading-Strategien bieten.

Man kann nicht erfolgreicher Trader über die Nacht werden. Es stekt viel Arbeit und Erfahrung drin und man muß genug flexibel sein, um immerfort dazu zu lernen. Das Schlüssel zum Erfolg ist die Reihe disziplinarer Entscheidungen, was es einfacher zu sagen als zu tun ist. Wenn man auf der Finanzmärkten handelt, kann man sehr schwer beurteilen was eigentlich eine disziplinierte Entscheidung ist, weil man das Risiko eigentlich niemals ausschließen kann. Deshalb ist es enorm wichtig, dass man einen Trading-Plan hat, um das Entscheidungsprozess objektiv zu stellen.