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Business Motivation & Erfolg

Fokus als Schlüsselfaktor für erfolgreiche Projekte

Studie zeigt: Multitasking Studie zeigt: Multitasking schadet Mensch und Unternehmenschadet Mensch und Unternehmen. 

Negatives Multitasking gilt als Hauptursache für Probleme in der Multiprojekt-Steuerung in Unternehmen. Zu viele Aufgaben laufen parallel bzw. können nicht ohne Unterbrechung abgeschlossen werden. Woran liegt das? Und wie kann das geändert werden? Eine Studie, die das Unternehmen Vistem gemeinsam mit Prof. Komus, Professor an der Hochschule Koblenz, durchführte, liefert Antworten.

Dank moderner Informationstechnologien kommunizieren wir auf allen Kanälen. Gleichzeitig versuchen wir eine ständig wachsende Anzahl an anstehenden Aufgaben mit höchster Geschwindigkeit zu erledigen. Der Ruf nach Effektivität und Effizienz ist allgegenwärtig. Wie ein Computer sollen wir möglichst viele Prozesse gleichzeitig steuern und dabei das Tempo weiterhin steigern. Was vielen Menschen längst bewusst ist, bestätigt nun auch eine große Studie zum negativen Multitasking 2016: Multitasking ist nicht nur eine Sackgasse, es schadet Mensch und Unternehmen in einem enormen Ausmaß. Die langfristigen Folgen, wenn auch ansatzweise bereits deutlich durch eine drastische Zunahme von körperlichen, vor allem aber psychischen Erkrankungen, sind für uns alle noch nicht abschätzbar.

Von Wertschöpfung keine Spur!

Regelmäßig werden in Unternehmen Arbeiten nicht zu Ende geführt, bevor neue begonnen werden. Mehr als 60 Prozent der Befragten denken, dass ein erheblicher Teil des Aufwands (>20%) nicht wertschöpfend eingesetzt wird. Das ist nur eines der Ergebnisse der Studie „Multitasking im Projektmanagement – Status Quo und Potentiale“. Befragt wurden dafür 498 Teilnehmer aus 20 Branchen, darunter ca. 50 % aus Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern sowie 50 % mit einer Zahl zwischen 1.000 und 10.000 Beschäftigen. Auch wenn die schädliche Wirkung von Multitasking im Projektmanagement in der Unternehmenspraxis bereits seit langem diskutiert wird, gab es aufgrund mangelnder systematischer Untersuchungen bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Diese liefert nun die aktuelle Studie:

  • 25 % der Teilnehmer mit hohem Multitasking-Anteil schätzen den Erfolg ihres Unternehmens durchschnittlich schlechter ein: Potential zur Verbesserung des Projektdurchlaufs über 25 %.
  • Fast 70 % der Befragten sind der Meinung, dass mindestens 30 % der Projektlaufzeit eingespart werden können.
  • Nur 2 % der Befragten arbeiten nicht parallel an mehreren Aufgaben.
  • Nur 10 % der Befragten können Aufgaben ohne Unterbrechungen fertig stellen.
  • Bei fast 80 % gibt es eine erhebliche Anzahl an Spezialisten, die nicht vertreten werden können.
  • Fast 70 % der Gruppenleiter haben mit ständig wechselnden Prioritäten zu kämpfen.
  • In knapp 70 % der Fälle muss auf Managementunterstützung gewartet werden bzw. verzögert sich das Projekt.
  • Mehr als 75 % der Projekte starten unzureichend vorbereitet und verursachen damit Mehraufwand.
  • Bei fast 60 % der Befragten sind im Projektplan nur „gefühlte“ Puffer
  • Bei 80 % der Befragten führen ständige Änderungen der operativen Prioritäten zu häufigen Unterbrechungen.
Deutliches Verbesserungspotential

Ein besseres Verständnis zugrunde liegender Zusammenhänge  ermöglicht es, konkrete Verbesserungspotentiale aufzuzeigen: Wenn Projekte fließen, können mehr Projekte in kürzerer Zeit bei gleichen Ressourcen durchgeführt werden. Gut gemanagte Projekte führen zu nachhaltig florierenden Unternehmen und sichern eine zunehmende Gewinnsteigerung. Spannend an dieser Stelle: Die Einsparpotentiale wurden dort als besonders hoch eingestuft, wo die Indikatoren für Multitasking besonders ausgeprägt waren. Übermäßiges Multitasking und Einsparpotentiale bedingen sich also. Um diese Potentiale weiterhin zu heben, spielen laut Studie die Nutzung agiler Methoden sowie einer entsprechenden Projektmanagement-Methodenkompetenz eine wichtige Rolle.

Unternehmen mit einem hohen negativen Multitasking-Anteil sind deutlich weniger erfolgreich. Umgekehrt gilt: Wird in Unternehmen Projektmanagement tatsächlich gelebt, ist der negative Multitasking-Einfluss deutlich geringer. Weitere Infos: http://vistem.eu/studie-negatives-multitasking/

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Motivation & Erfolg

Das Kassandra-Prinzip – oder: Systemische Wege der Lösung

Der Gott Apollon war von Kassandras Schönheit sehr angetan und verlieh ihr die Gabe der Weissagung. Als sie sich jedoch seinen Verführungskünsten widersetzte, verfluchte er sie, auf dass niemand mehr ihr Glauben und Gehör schenken würde. So warnte sie vergeblich vor dem trojanischen Pferd – der Untergang Trojas ist Geschichte…

Leider ist der „Kassandra-Ruf“ noch immer nicht Geschichte.  Tagtäglich erfahren engagierte Mitarbeiter, dass ihr Warnen oder ihre Bedenken nicht gehört werden – und sie sogar empfindliche Folgen für ihre Karriere oder ihre Beziehungen auf sich nehmen müssen, wenn sie das ansprechen, was eigentlich so gar nicht sein kann. Hier einige Beispiele aus dem Alltag, wie Zeit und Energie verschleudert werden und viel Leid entsteht:

Ein Software Ingenieur entwickelte vor ca. 15 Jahren eine Software für ein weltweit agierendes Unternehmen. Seit sieben Jahren mahnt er an, dass dringend Verbesserungen nötig wären. Niemand hört hin. Er bringt sich über sein permanentes Mahnen und Ausbessern der Schwachstellen ins gesundheitliche Aus: Seit 3 Wochen ist er in einer Burnout-Klinik…

Ein Paar in Ehestreitigkeiten, der Mann heiratet eine Anwältin, eine Prozesslawine beginnt. Das Kind kommt zu einer Pflegefamilie, die mit Wissen des Jugendamts das Kind schlägt. Nichts geschieht, im Gegenteil: Die Mutter als Mahnerin der Missstände kommt immer mehr ins Aus und auch ihr bleibt nichts übrig, als ohnmächtig zuzusehen, wie ihr Kind unter den Augen von öffentlichen Institutionen schlecht behandelt wird…

Ein Koma-Patient wird in einer Pflegeeinrichtung mangelnd versorgt, leider findet sich kein Arzt, keine Krankenkasse, keine Institution, die die Missstände benennt, man hört nur ein: „Uns sind die Hände gebunden.“ Das auszuhalten, obwohl ein geeigneter Pflegeplatz verfügbar wäre, ist kein Leichtes. Die Lebenspartnerin kämpft selber mit ihrer ohnmächtigen Erschöpfung und erfährt statt Unterstützung eher Ausgrenzung…

In einem Unternehmen wird die Einführung in die systemische Grundhaltung beschlossen. Schnell zeigen sich die blinden Flecken von Seiten der Führung. Leider will kein Mitarbeiter diese außerhalb des Coachings benennen. Der Prozess stagniert. Niemand findet den Mut, das öffentlich auszusprechen, was alle in den Raucherecken munkeln – und da der Coach nichts ohne Entbindung der Schweigepflicht sagen kann, geht’s nicht weiter. Aber zu oft hat man in diesem Betrieb schon die Erfahrung machen müssen, dass man besser die Klappe hält…

Annehmen, was eigentlich nicht anzunehmen ist

Es wäre ein leichtes, noch mehr dieser Begebenheiten zu schildern. Als Coach begegnet man diesen Geschichten, in denen Menschen lernen müssen, das auszuhalten, was eigentlich nicht auszuhalten ist, täglich. Man trifft Menschen, denen die Effizienz und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens am Herzen liegen – aber keiner fragt – oder hört hin. Und genau dies führt bei den Betroffenen zur Frustration und Verbitterung – bis hin zu gesundheitlichen Einbußen. Für die Betroffenen ist diese tiefe Erfahrung des Aufgebens von allem, woran man in einem demokratischen Staat geglaubt hat, oder von dem, was sich aus Ethik und Logik ableitet, sehr schicksalhaft. Im Grunde kann man sagen, hier entscheidet sich ganz banal, ob jemand daran kaputt geht – oder weise wird.

Lösungen finden durch Wahr-nehmen

Wenn also sowohl im Privaten als auch im Beruflichen Lösungswege oft nicht nach den Gesetzen der Vernunft, Effizienz oder dem tiefen Bedürfnis, sich zum Wohle aller Beteiligten zu engagieren, ausgerichtet werden, wonach dann? Warum ist gerade ganz aktuell eine Kampagne nötig mit dem Titel: „Schau nicht weg!“ – hier in Bezug auf Kindesmisshandlung? Und warum sind gerade so viele Menschen im Coaching, die eigentlich nichts anderes machen wollten, als ihrem Unternehmen zuzuarbeiten, durch ihre Verbesserungsvorschläge, durch ihre Kritik oder ihr Hinterfragen? Wie kann man ausrechnen, was dadurch verloren geht, dass man diesen Menschen nicht nur nicht zuhört, sondern sie als Bote der schlechten Nachricht ablehnt oder ihnen das Leben schwer macht? Was passiert, dass kluge Menschen nicht mehr die Bereitschaft haben, den guten Gründen des anderen zuzuhören und gemeinsam eine Lösung zu finden, die für beide tragbar ist? Dieser Krieg des Alltäglichen, in dem die Kontrahenten die gleichen Argumente mit wechselnder Lautstärke vortragen, um den Gegner von der eigenen Meinung zu überzeugen, ähnelt den Glaubenskriegen aller Zeiten und Religionen. Immer, wenn einer meint, nur er habe Recht und der andere nicht, kann nichts Gutes entstehen.

Zeit für eine neue Kultur

Wie kann man also sowohl im Unternehmen als auch in Institutionen oder Familien eine Kultur errichten, in der die verschiedenen Facetten einer Wirklichkeit gehört werden? Bitte machen Sie sich selbst einmal ein Bild davon, ob Sie in der Lage sind, objektiv wahrzunehmen und zählen Sie, wie oft Sie ab hier den Buchstaben F zählen können:

Test der Wahrnehmungsfähigkeit

FEATURE FILMS ARE THE RESULT OF SCIENTIFIC RESEARCH COMBINED WITH THE PROFESSIONAL EXPERIENCE OF YEARS AND THE EFFORTS OF MANY PEOPLE

Und, wie viele Fs haben Sie gezählt? Fragen Sie ruhig auch Ihre Kollegen. Sie werden staunen über die unterschiedlichen Ergebnisse. Meist werden 7 Fs in dem Rahmen gezählt, nur sehr selten wird das richtige Ergebnis genannt: Es sind 10 Fs.

Probleme entstehen meist durch Annahmen und Bewertungen

Wo ist das erste F? Richtig, bei WahrnehmungsFähigkeit. Oft wird der Titel überlesen, weil wir annehmen, wir sollen nur den englischen Text überprüfen. Und hier sieht man ein wichtiges Axiom in der systemischen Arbeit: Probleme entstehen meist durch Annahmen. Man hat eine Annahme und überprüft diese noch nicht einmal. Im Business kann das zum Beispiel die Annahme sein, der Kollege möchte sich nur profilieren oder sich einen faulen Lenz machen… Nur sehr wenige Teilnehmer hinterfragen in den Seminaren ihre Annahme, sondern zählen einfach falsch. Wir sind also kaum in der Lage, 22 Worte objektiv zu zählen. Wie soll es uns dann gelingen, komplexe Kommunikationsvorgänge zu analysieren? Die zweite Fehlerquelle ist die der Bewertung. Viele zählen hier die OFs nicht mit, weil OF ein Wort von geringer Bedeutung ist. Das Hirn blendet es ganz einfach aus. Und deshalb kommen die Teilnehmer oft nur auf 7 statt auf 9 Fs. Was bedeutet das für unsere tägliche Praxis?

Einsehen durch den „Perspektivwechsel“

Max Frisch hat in seinen Tagebüchern sinngemäß geschrieben, dass die Wirklichkeit wie ein Prisma ist, mit sehr vielen Facetten – und die Zeit leider immer nur eine Facette beleuchtet. Wenn man also eine Gesprächskultur erzeugen könnte, in der jeder fürs erste seine Facette beleuchten kann – ganz ohne Gegenargumente oder Abwertungen – dann würde das zwar erst einmal Zeit in Anspruch nehmen, aber hinterher so viel Zeit sparen. Dadurch kommen die Kriterien einer guten Lösung oder auch die guten Gründe, warum man eine scheinbar attraktive Lösung nicht annehmen kann, auf den Tisch. Und erst dann, wenn alle Informationen sichtbar sind, kann das stattfinden, was man im Systemischen den „Perspektivwechsel“ nennt: Ein „Einsehen“ kann beginnen – statt langen Argumentationen der Verteidigung oder gegenseitiger Beschämung und Beschuldigung.

In fünf Schritten zu einer guten Lösung

Die meisten Burnout-Erkrankungen in Unternehmen rühren daher, dass die guten Gründe des Betroffenen nicht gehört, Ideen zur Verbesserung abgeschmettert und berechtigte Einwände mit miesen Argumentationen ausgehebelt werden. Zeit also für eine neue Kultur, die Zeit und Geld spart – auch wenn sie zunächst einmal mehr Zeit braucht. Im Chinesischen wird der Begriff des „Handeln ohne zu handeln“ geprägt. Das hat eine beinahe paradoxe Anmutung. Und doch lohnt es sich, statt blindem Aktionismus in folgenden fünf langsamen Schritten zu einer guten Lösung zu kommen:

Schritt 1: Lösungskonferenz einberufen

Alle Beteiligten an einen Tisch rufen. Ein Flipchart wäre von Vorteil. Warme Getränke sollten auf keinen Fall fehlen! Der Zeitrahmen ist ganz klar definiert: Teilnehmerzahl x zu vereinbarte Redezeit pro Teilnehmer, empfehlenswert ist pro Teilnehmer max. 5 Min.

Schritt 2: Facetten der Wirklichkeit hören

Jeder Teilnehmer erhält 3-5 Minuten, um seine Position darzulegen. Es darf nicht diskutiert werden, nur zugehört, ggf. schriftlich notiert. Die jeweilige Positionsdarlegung sollte eine kurze Analyse des Konflikts beinhalten: Was sind meine Annahmen zu dem Konflikt, was hat dazu geführt – und dann, das ist das wichtigste: Was wäre aus meiner Sicht eine gute Lösung. Was bräuchten wir hierfür von wem, was bin ich bereit, dazu beizutragen, etc. Die Problemanalyse sollte nicht mehr als 30 % des Redebeitrags ausmachen.

Schritt 3: Pause einlegen

Mindestens 30 Minuten, am besten im Schweigen. Oder gleich für den nächsten Tag ein neues Treffen vereinbaren, damit sich die einzelnen Wirklichkeiten bei jedem erst einmal setzen können. Oft zerredet man gute Gedanken zu schnell.

Schritt 4: Kriterien der guten Lösung finden

Jeder schreibt zwei Kärtchen mit den wesentlichen Stichpunkten, an denen er eine gute Lösung erkennen kann. Was muss erfüllt sein, damit er zufrieden mit der neuen Lösung sein kann? Eine Priorisierung kann hilfreich sein: Dieses Kriterium muss, dieses kann erfüllt sein. Zum Beispiel: 1. Mir ist wichtig, dass eine Arbeitsersparnis von 30 % ermöglicht wird, 2. Mir ist wichtig, dass es mindestens zwei Tage Einführung für die Mitarbeiter gibt. Denken Sie bitte bei den Kriterien daran, diese SMART zu formulieren: S = Spezifisch: Was genau, welches Bedürfnis? M =  Messbar: Wieviel genau – also nicht: Ich möchte ein bisschen Entlastung, sondern: Ich möchte täglich 30 Minuten Zeit sparen, A = Annehmbar, Attraktiv, R = Realistisch, T = Terminiert: Bis wann genau, spätestens, frühestens.

Schritt 5: Äpfel ernten

Man kann an einem Äpfelchen ziehen, solange man will, es löst sich erst leicht vom Baum, wenn es reif ist. Und genau so ist es auch mit allen Lösungen: Sie lösen sich zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Vorarbeit meist von selbst. Um diesen feinen Zustand zu erreichen, können die Teilnehmer jetzt reflektieren oder improvisieren, welche Lösungsmöglichkeit die meisten Kriterien erfüllen könnte. Zumindest ein Kriterium muss dabei allerdings von jedem Mitglied erfüllt sein.

Zum Abschluss noch ein ganz einfacher Tipp zum Zeitsparen beim Lösungsfinden: Einfach mal die eigene Beteiligung anerkennen anstatt sich zu verteidigen. Und mit Mitgefühl auf den anderen eingehen nach dem Motto: Das war sicher schwer für Sie… Meist brauchen die Menschen gar nicht mehr. Wir diskutieren zu früh über Lösungen, statt die Kriterien der guten Lösung zu kennen, oder durch Mitgefühl überhaupt erst die Bereitschaft zu erzeugen, für die Lösungsvorschläge anderer offen zu sein.

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Motivation & Erfolg

„No Limits“ in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Viele Menschen haben einen Lebenstraum, den sie verwirklichen wollen. Diesem Wunsch einen großen Schritt näher kamen rund 2.400 Teilnehmer bei dem gefragten Erfolgs-Event „No Limits“ am 8./9. November in Frankfurt.

Dazu in die Jahrhunderthalle eingeladen hatte der Persönlichkeitstrainer Marc M. Galal: „Der Zuspruch bereits im Vorfeld war enorm. Aber auch während und nach der Veranstaltung erzählten mir viele begeisterte Teilnehmer von ihren innerhalb kürzester Zeit gemachten besonderen persönlichen Erlebnissen.“ Gemäß dem Veranstaltungstitel „No Limits“ ist es das Ziel von Marc M. Galal, Menschen dabei zu helfen, ihr Potential zu entfalten und ihre Träume zu leben. Die Besucher des Wochenendseminars lernten unter anderem, Veränderungsprozesse einzuleiten, die als Schlüssel zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben führen.

„Es war so, als hätte ich in nur 48 Stunden meinen Ballast endlich über Bord geworfen“, berichtet eine Teilnehmerin, während eine andere vom „Bilden der eigenen Person“ erzählt: „Es war beeindruckend zu erleben, wie knapp 3.000 Menschen sich neu programmiert haben, um noch erfolgreicher zu werden und noch mehr Spaß im Leben zu haben. Für mich habe ich erfahren, dass ich mir selbst helfen kann und mich genau so machen darf, wie es in meiner Welt für mich das Beste ist.“ Teils mit einem hohen Grad an Emotionen verbunden, bekamen die Teilnehmer tiefgehende Einblicke in die Thematik der Glaubenssatzveränderung, des Zustandsmanagements und der Neurologischen Ebenen.

Mit der Fähigkeit, ein Verhalten oder eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, verdeutlichte Marc M. Galal, wie es gelingt, sich frei zu machen, um in bestimmten Situationen fokussierter seine Ziele zu verfolgen. Der Veranstalter und Trainer ist zufrieden mit dem Erfolg seines Events: „Fast 2.500 Teilnehmer haben gelernt, besser mit dem alltäglichen Stress umzugehen und ihre mentale Belastbarkeit zu steigern – rundum die Basis gelegt, um eigene Träume Schritt für Schritt und aus eigener Kraft zu realisieren.“ Die Resonanz auf die Veranstaltung fiel durchweg positiv aus. Viele Teilnehmer sprachen von „einem Weckruf für ihr Leben“ oder davon, dass Marc M. Galal ihnen „die Augen geöffnet und den Weg gewiesen hat, endlich an die Umsetzung zu gehen und fokussiert ihre Lebensträume zu verwirklichen“. Übrigens: Im nächsten Jahr geht es weiter mit „No Limits!“ am 10./11. Oktober 2015.

Alle Infos unter http://www.marcgalal.com/nolimits

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Motivation & Erfolg Psychologie

Der Zusammenhang zwischen dem Selbstwertgefühl und Erfolg im Leben

Jeder von uns kennt es. Wir setzen uns interessante Ziele im Leben, sind voller Motivation und Tatendrang und stürzen und voller Elan in die Arbeit.

Alles läuft prächtig und wir kommen gut voran.

Bis zu dem einen Tag, an dem wir ein bisschen weniger tun, als sonst. Die Euphorie ist verfolgen und wir fangen an, unsere Ziele anzuzweifeln.

„War das wirklich eine so gute Idee?“

Zweifel machen sich breit.

„Gibt es nicht noch Alternativen, die viel erfolgversprechender sind?“

Die Unsicherheit steigt.

„Ob ich wirklich in der Lage bin, meine Ziele auch zu erreichen?“

Vielleicht haben wir auch auf einmal einen brennenden Drang, lieber Fernsehen zu schauen und auf Facebook zu surfen, anstatt unsere Zeit in Richtung unserer Ziele zu verwenden.

Wie auch immer es bei Ihnen ist – eines ist sicher: Hinter all dem steckt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Selbstsabotage.

Irgendwo verbinden Sie mit dem Erreichen Ihres Zieles doch mehr schlechte Gefühle, als mit Ihrem momentanen Status.

Zuerst einmal: Machen Sie sich keine Sorgen, jeder Mensch hat solche Gefühle, das ist ganz normal.

Die erfolgreichen Menschen unterscheidet nur eine Sache von den unerfolgreichen: Wie sie mit diesen Gefühlen und Selbstgesprächen umgehen.

Lassen Sie sich davon abhalten, geben Sie nach? Oder akzeptieren Sie diese Gedanken und schreiten einfach stoisch weiter auf Ihrem Wege?

Jedes für Sie ganz persönlich lohnenswerte Ziel ist mit einer gewissen Angst verknüpft. Wäre das nicht so, dann hätten Sie ihr Ziel schon lange erreicht.

Dieses Wissen alleine ist auch schon der Schlüssel zu dem Problem: Denn die Tendenz zur Selbstsabotage ist ganz normal, die Ängste sind ganz normal – wir müssen nur wissen und uns bewusst machen, dass dies so ist.

Denn dann brauchen wir nicht panisch werden und auf einmal alles infrage stellen und unsere Wünsche und Ziele das Klo herunterspülen. Das einzige, was wir zu tun haben ist, Schritt für Schritt weiterzugehen und diese Gefühle zu akzeptieren.

Wir begrüßen die Gefühle, sagen ihnen freundlich Hallo, arbeiten aber trotzdem immer weiter auf sie zu.

Im folgenden gebe ich noch einige Hinweise darauf, wie sich Selbssabotage äußern kann und auch gleich einige Möglichkeiten, diese zu umgehen.

Möglichkeiten, sich selbst zu sabotieren

  1. Probleme sehen anstatt Chancen
  2. Zu hohe Erwartungen
  3. Angst, Fehler zu machen
  4. Die eigene Stärke nicht kennen
  5. Angst vor der Meinung anderer

Probleme sehen, anstatt Chancen

  1. Probleme sehen, anstatt Chancen

Eine wunderbare Möglichkeit, seinen Erfolg zielsicher zu sabotieren ist es, seine Aufmerksamkeit auf die Probleme, anstatt auf die Chancen zu richten.

So lassen wir zielsicher unsere Motivation dahinschmelzen und fallen wieder in alte Muster zurück und können nicht mehr 100% geben. Wer würde schon alles für ein Ziel geben, zwischen dessen Erreichen und Jetzt er ungefähr zehn Himalayagebirge liegen?

Es ist also eine beliebte Taktik deines Unterbewusstseins deine Aufmerksamkeit auf die Probleme und negativen Aspekte deines Vorhabens zu lenken. Erkennen Sie dies frühzeitig und steuern Sie gegen. Konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf alles, was das Erreichen an positiven Dingen für Sie mit sich bringen würde. Male Sie es sich ganz konkret aus und gehen Sie in die Emotionen rein.

Wie würde sich das anfühlen, hätten Sie das Ziel jetzt schon erreicht?

Zu hohe Erwartungen an sich selbst

  1. Zu hohe Erwartungen an sich selbst

Grundsätzlich ist es eine gute Sache, sich große Ziele zu setzen und hohe Anforderungen an sich zu haben. Schlägt dies jedoch in Perfektionismus um und in eine Null-Toleranz-Haltung uns selbst gegenüber, so sabotieren wir so auch gerne unseren Erfolg.

Denn solche Muster sorgen unter Garantie für schlechte Gefühle – ein absoluter Killer für Motivation und gute Ergebnisse. Wenn wir bei jedem kleinen Fehltritt oder Unmotiviertheit auf uns herumhacken, dann kann wird der Erfolg schnell in weite Ferne rücken.

Selbstliebe ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Üben Sie sich darin, sich selbst gegenüber vergebend zu sein. Lernen Sie, nicht aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen und die Balance zu finden, sich selbst zu motivieren und zu fordern, aber auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.

  1. Angst, Fehler zu machen

Viele Menschen denken kurz daran, wie schön es wäre, endlich Erfolg zu haben und malen sich die Konsequenzen wunderbar aus. Aber kurz danach donnert auch schon die Angst in ihr Oberstübchen, dass sie ja scheitern könnten oder auf dem Weg Fehler begehen könnten und dann nicht mit dem Konsequenzen leben können.

Auch hier wird ihr Fokus wieder vollkommen auf die falschen Dinge gelegt. Klar ist es wichtig, vorausschauend zu planen und mögliche Gefahren vorherzusehen, aber darin sollte nicht unsere Hauptenergie fließen.

Auch hier ist es wieder wichtig, das große Ganze zu sehen und das große Ziel im Auge zu behalten, dann kommen uns die möglichen Probleme auf einmal auch gar nicht mehr so groß vor.

  1. Die eigene Stärke nicht kennen

Wenn du daran zweifelst, dass du einer Aufgabe nicht gewachsen bist, dann halte dir immer wieder vor Augen, als Mensch bist du in der Lage (fast) alles zu lernen, wenn du es wirklich willst und bereit bist, eine Menge deiner Energie zu investieren.

Angst vor der Meinung anderer

  1. Angst vor der Meinung anderer

Schon als kleines Kind hören wir oft: „Sei nicht so laut, was sollen denn die Leute denken.“ Ich kenne kaum jemanden, dem die Meinung anderer Menschen vollkommen egal ist.

Jedoch legen wir heute so viel Wert auf die Meinung anderer Leute, dass wir kurz vor der Handlungsunfähigkeit stehen. Jedes Vorhaben und jedes Ziel wird drei- oder vier Mal umgedreht und von allen Seiten beleutet, bis sichergestellt ist, dass es auch bei niemandem Anstoß erregen kann.

Nur Eines steht fest: Die Leute in Ihrem Umfeld werden immer über Sie sprechen. Da führt gar kein Weg dran vorbei. Wenn es nicht ihre „waghalsigen“ Ziele sind, dann ist es eben Ihr Privatleben.

Außerdem bildet die Meinung anderer Leute nur deren Sicht auf die Welt ab – viele haben noch viel mehr Angst vor der Meinung anderer über wiederum sie, dass sie sich nur allzu gerne in dieser Art und Weise schützen.

Abschluss

Haben wir eine generelle Bewusstheit dafür erlangt, wie wir uns selbst sabotieren, dann gilt es, gegenzusteuern. Fragen Sie sich: gibt es unterbewusste oder versteckte Nachteile, die ich mit dem Erreichen dieses Ziels verbinde? Wenn ja, dann erstellen Sie eine Liste dieser Gründe und suchen sie andere Gründe, die diesen widersprechen.

Lenken Sie ihren Fokus auf das Erreichen der Ziele, was sie dabei fühlen würden, wie sich ihr Leben verändern würde, anstatt auf alles Negative, was dabei ganz vielleicht und unter bestimmten Umständen in Ihr Leben gelangen könnte.

Legen Sie schon heute los.

Selbstwertgefühl und Erfolg im Leben

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Kommunikation Motivation & Erfolg

Her mit den schwierigen Kunden!

Menschen, die in der Dienstleistungsbranche arbeiten, haben ein hohes Burnout-Risiko. Nicht zuletzt deshalb, weil man so oft sauer ist über schwierige Kunden. Laut WHO ist Stress die Volkskrankheit Nr.1 – und wie oft ist man gestresst im Umgang mit schwierigen Kunden. Nur, warum ist eigentlich ein Kunde „schwierig“? Warum regt sich eine Kollegin über diesen Drängler auf – während die anderen ganz gelassen darauf reagieren? Und warum nimmt man diese kleinen Alltagsärgernisse so oft mit nach Hause und grübelt noch lange darüber nach, was man alles hätte sagen sollen…

Jeder Mensch hat andere Einlasstore für den Ärger. Das ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Wertvorstellungen. So gibt es unterschiedliche Gründe, sauer zu werden. Wenn man, wie man so schön sagt, sich (selbst) geärgert hat, dann ist der biochemische Ablauf jedoch bei uns allen derselbe und wirkt sich auf den Körper, das Gehirn und die Psyche letztendlich negativ aus: Jeder Moment, in dem wir „sauer“ sind, verkürzt unser Leben – und ist es so oft gar nicht wert. Deshalb ist es vielleicht an der Zeit, mal etwas genauer hinzuschauen, was da eigentlich passiert und wirksame Handlungsstrategien daraus abzuleiten.

Zaubermittel Empathie

Stress entsteht immer dann, wenn ein Bedürfnis verletzt ist. Zum Beispiel Ruhe, Wertschätzung oder Effizienz. Wenn es uns also gelingen kann, sofort – im Moment des Ärgers also – zu fragen: Was brauche ich gerade – und was wohl braucht dieser unverschämte Mensch eigentlich? Dann werden wir sehen, dass schon in diesem Moment der Ärger verfliegt – und dass dies bereits der erste Schritt zur Verwandlung vom schwierigen zum angenehmen Kunden ist. Das ist leichter gesagt, als getan! Wer als Kind viel gütiges Mitgefühl erfahren hat und achtsames Verständnis für seine Nöte, dem ist der erste Schritt schon in die Wiege gelegt. Demjenigen kann es deshalb auch gelingen, eine laute Forderung des Kunden zu übersetzen in das, worum es dem Kunden meist eigentlich geht: Wertschätzung, Sparen, Qualität von Service und Produkten.

Manche Menschen haben gelernt, dass der, der am lautesten schreit, am meisten bekommt – und diesen Irrtum sollte man, geduldig und freundlich, korrigieren. Wenn wir also auf einen Kunden treffen, der zum Beispiel wütend und laut spricht, so können wir wahrscheinlich nicht sagen: Toll, wie laut der schreien kann – sondern reagieren ähnlich wie unsere Eltern oder Erzieher mit einem Gebot, mit Ablehnung, einer Bewertung oder Beschuldigung. Wie zum Beispiel: „So was tut man nicht“, oder „das ist ja unverschämt“ oder „Kunden können es ja machen mit uns“. Aus psychologischer Sicht bedeutet dies, dass man in Resonanz mit dem Kunden geht, dass das Benehmen des Kunden Teile in einem aktiviert, die als Kind abgespalten oder mit inneren Verboten belegt worden sind. Und genau hier liegt die Lernchance: Sich dieses Verhalten einmal ganz bewusst anzuschauen und zu überlegen, ob man sich selber noch zu schreien traut – und was man als Kind immer dazu gehört hat. Dann kann es einem gelingen, empathisch darauf zu reagieren und den Ärger zu verwandeln, nach dem Motto: „Sie sind sehr verärgert darüber, dass Sie so lange haben warten müssen. Jetzt bin ich für Sie da. Was genau kann ich für Sie tun?“

Natürlich ist nicht jedes Verhalten von Kunden gut zu heißen, zu tolerieren. Und jetzt soll man auch noch Mitgefühl zeigen! Aber Empathie bedeutet nicht, Verständnis zu haben oder alles mit sich machen zu lassen, sondern klar und lösungsorientiert die Dinge anzusprechen. Eine Antwort also in 3 Schritten:

  1. Schritt: Einfühlung in das Bedürfnis des Kunden, wie z. B. „Jetzt hatten Sie den ganzen Aufwand, das Kleid zum Umtausch zu bringen…“ (Anerkennung des Bedürfnisses nach Effizienz, Qualität)
  2. Schritt: Ich-Aussage: Wie geht es mir im Moment, welches Bedürfnis habe oder hatte ich? (Nur in der Tiefe, in der man Auskunft über sich geben möchte). Zum Beispiel: „Das tut mir leid, mir ist es sehr wichtig, dass die Qualität unserer Kleider hervorragend ist“. (Verbindung mit dem eigenen Bedürfnis nach Qualität von Service und Produkten)

Schritt: Eine Bitte oder Ansage. Darf ich Ihnen einen Gutschein über 10 Euro ausstellen – und selbstverständlich tauschen wir das Kleid um.

Vielleicht hilft manchmal auch die heitere Vorstellung eines „Arsch-Engels“: Menschen, die uns über ihr Verhalten herausfordern helfen uns, neue Verhaltensweisen zu lernen. Wie zum Beispiel, auch unsere unterdrückten oder abgespaltenen Gefühle zu integrieren oder zu sehen, dass der andere das macht, was man sich selber verbietet – und dadurch letztendlich noch freundlicher und wertschätzend in die Welt zu schauen.

Raus aus dem Ärger

An manchen Tagen würde man sicher gerne einfach einen Aus-Knopf bedienen, den Kunden blitzschnell zu einem dankbaren und höflichen Menschen umerziehen – nur leider wird dies kaum gelingen. Vielleicht hilft der Gedanke daran, dass immer, wenn man auf einen Menschen zeigt, drei Finger auf die eigene Person weisen. Und das ist genau der Ansatzpunkt, um endlich raus aus dem Ärger zu kommen: Was ist mir wichtig, welche Bedürfnisse oder Werte sind durch das Kundenverhalten in Alarmstellung (und lösen die Stress-Reaktion aus) und welche Handlungsspielräume habe ich eigentlich? Dann schaut man auf sich, anstatt sich zu ärgern über – und kann gelassen auf Kritik oder Aggression reagieren. Und dann, oh Wunder, wird man auch immer weniger „schwierige Kunden“ haben. Schon Schiller beschrieb dies mit: „Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort…“

Natürlich kann uns diese gelassene Lösungsorientierung nur gelingen, wenn wir selber im Lot sind, ausgeglichen, zufrieden –mit der Unterstützung und dem Schutz von guten Teamstrukturen und effizienten Arbeitsabläufen im Hintergrund. Aber so schön ausgeschlafen, gut ernährt und gelassen ist man vielleicht nicht an allen Tagen. Wenn man also denkt, „heute sind nur Idioten unterwegs“ oder man immer gereizter auf Menschen reagiert, ist es gut, sich kurz zurückzuziehen, tief durchzuatmen, etwas zu trinken, an etwas Schönes zu denken – oder einen Mitarbeitenden um Unterstützung zu bitten.

Als grundsätzlichen Tipp gilt folgendes: Immer wenn man denkt, man habe Recht und der andere nicht, ist es besser, sich kurz aus dem Verkehr zu ziehen … Der Irrtum legt sich … Und nach einer Weile des Nachdenkens im Mitgefühl kann man sehen, dass der andere auch Recht hatte, nur eben aus seiner individuellen Sichtweise und Bedürfnislage heraus.

Der schwierige Kunde – oder was kann ich lernen?

Ein systemischer Therapeut würde sagen, dass alle Konflikte nur das Ergebnis unserer Betrachtung, unserer Bewertung sind. So lassen wir uns vielleicht mal die These: „Es gibt keine ´schwierigen Kunden´ – sondern nur Lernfelder für mich“ auf der Zunge zergehen. Es ist also nicht der Kunde schwierig, sondern ich habe Schwierigkeiten, adäquat zu handeln. Ich weiß vielleicht nicht, wie ich mich besser abgrenzen kann, meine Belange so formulieren, dass sie gehört werden können und empfinde deshalb den Kunden als schwierig. Was genau kann man tun?

Umgang mit schwierigen Kunden mit Empathie
Umgang mit schwierigen Kunden mit Empathie
  1. Bedürfnisanalyse

Wie oben beschrieben, ist der Königsweg immer, Mitgefühl statt Abwertung auszudrücken, die eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren und danach eine konkrete Bitte oder Ansage zu äußern.

  1. Analyse auf Geschäftsebene

Es lohnt sich, alle sechs Monate einmal die Kundenärgernisse aufzuschreiben und auszuwerten. Waren das alles wirklich nur freche Menschen ohne Kinderstube? Oder gibt es vielleicht Hinweise darauf, dass im Umgang mit Kunden, im Service, in der Qualität der Produkte oder in den Betriebsabläufen tatsächlich deutliche Mängel herrschen? Genauso wichtig wie es ist, die Unzufriedenheit auf Mitarbeiterseite wahrzunehmen, genauso wichtig ist es, die Stimmen der Kunden aufmerksam zu hören, ernst zu nehmen – und sofort Verbesserungen vorzunehmen, bevor die Kunden ausbleiben.

  1. Mit den Augen des Kunden sehen

Es lohnt, in einer Mitarbeitersitzung mal alles aufzulisten, was einen als Kunden selbst ärgert. Und dann die Überprüfung starten, ob aus Kundensicht in den eigenen Abläufen alles bedacht worden ist.

  1. Aus Mitarbeitersicht

Für Mitarbeiter ist es oft ein ziemlicher „Bedürfnis-Spagat“ bei dem die eigenen Bedürfnisse mit denen des Kunden und nicht zuletzt den ökonomischen Interessen des Arbeitgebers ausbalanciert werden müssen. Oft findet eine unausgesprochene Hierarchisierung statt, d. h. die reibungslosen Abläufe des Geschäftes werden wichtiger eingestuft als die Interessen des Kunden – und die eigenen Bedürfnisse nach Pausen zum Beispiel, nach Ruhe, werden oft ganz einfach überhört. Das heißt für die Leitungsebene, ausdrücklich die Bedürfnis-Hierarchisierung im Blick zu haben, Mitarbeitern Schutz geben, auf eigene Bedürfnisse zu achten und sich gegebenenfalls auch schützend vor die Mitarbeiter zu stellen.

Und auch hier gilt, wie immer: Es gibt keinen alleingültigen Weg – jeder muss für sich herausfinden, wo seine Lernchancen sind und was ihm hilft, gelassen zu bleiben. Manchmal ist eine gepflegte Wut eben auch angebracht. Wenn man Lust hat, sich zu ärgern, dann sollte man das auch tun – aber es ist gut, eine Wahl zu haben und entscheiden zu können, ob es das wert ist. Oder ob man das Verhalten nicht in sogenannte „Schwarze Löcher“ fallen lassen kann: einfach nicht darauf zu reagieren, sich nicht zu ärgern, sondern ruhig und gelassen zu übersetzen. Probieren Sie es aus, was Ihnen und Ihrem Privatleben besser bekommt!

Video: Umgang mit schwierigen Kunden

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Motivation & Erfolg Psychologie

Durch mentales Ausmisten zu mehr Gelassenheit und Erfolg

Das alltägliche Chaos: Überquellender Email-Account, unzählige Nachrichten per Social Media, sich überschneidende Termine. Um den Überblick zu gewinnen, hilft nur ein rigoroses Ausmisten. Das gilt auch für den eigenen Kopf. Loslassen heißt das Zauberwort für ein stressfreies Leben – egal ob es sich um die Privatsphäre oder um das berufliche Umfeld handelt. Denn Fakt ist: Wer sich um weniger Dinge Sorgen macht, lebt glücklicher und selbstbewusster.

Doch wie kann das gelingen? Zu viele äußere Einflüsse und Gegebenheiten bestimmen das Leben der meisten Menschen. Die entscheidende Frage lautet: Was will ich selbst? Die ehrliche Beantwortung dieser Frage führt automatisch dazu, dass viel Ballast abgeworfen werden kann. Dadurch verändert sich die innere Einstellung gegenüber Stressfaktoren. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein wachsen. Die Verinnerlichung von sieben einfachen Grundregeln nimmt dem Stress Schritt für Schritt seine verhängnisvolle Macht.

  1. Weniger ist mehr

Nur wer sich klar über seine Ziele im Leben ist, kann sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Durch das Bewusstwerden, was man wirklich will, werden verschiedene Aufgaben schnell als unnötig wahrgenommen und man kann sie ganz einfach loslassen. Nimm dir weniger vor!

  1. Vertrauen

Der Zwang alles zu kontrollieren, verursacht innerlichen Stress. Die Besinnung auf den Glauben, die Spiritualität oder das Urvertrauen, dass der große Plan, der Lebensplan, auch unbewusst gesteuert wird, hilft, entspannter an Vieles heranzugehen. So lässt sich die Gegenwart mit allen Sinnen wahrnehmen, ohne dass Zukunft oder Vergangenheit wichtiger sind als der Augenblick. Lebe im Hier und Jetzt!

  1. Reinigung

Den Körper täglich zu reinigen ist selbstverständlich. Indem man diese Gewohnheit auf die innere Haltung überträgt, erfolgt eine mentale Reinigung. Ganz einfach gelingt dies, indem alles, was nervt und blockiert, auf einen Zettel geschrieben und dieser dann vernichtet wird. Ähnlich säubernd wirkt die Aussprache mit einer vertrauten Person. Erzählte Ängste und Sorgen verlieren an Kraft. Lass negative Gedanken sichtbar los!

  1. Körperbewusstsein

In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, zwei bis drei Liter Wasser pro Tag sowie regelmäßige körperliche Aktivitäten. Bewegung sorgt durch den Abbau von aufgestauten Emotionen für Stressfreiheit. Dabei muss es nicht immer Sport sein, auch guter Sex unterstützt die innere Ausgeglichenheit. Let’s get physical!

Das Aufzug zu Erfolg

  1. Rückbesinnung

Die Gier nach immer mehr erhöht den Stresslevel. Die Wiederentdeckung der Tugend Bescheidenheit verhindert, dass Wünsche und Träume maßlos und unerfüllbar werden. Das bedeutet aber nicht, sich gar nichts mehr zu gönnen. Sich bewusst hin und wieder etwas Gutes zu tun, streichelt das Ich. Genieße maßvoll!

  1. Beziehungen

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht zwischenmenschliche Beziehungen. Regelmäßige Treffen und gemeinsame Unternehmungen mit Freunden, Bekannten und Verwandten bringen Ausgleich und Abwechslung. Pflege Kontakte!

  1. Lachen

Lachen befreit und entkrampft, weil es im Körper das Stresshormon abbaut. Lachen kann man über Ereignisse und auch über sich selbst – jeden Tag mindestens einmal, besser mehrmals. Denn: Nichts ist so ernst wie es scheint. Lache dich frei!

Alles loszulassen, was uns stresst, ist nicht immer einfach, aber eine Aufgabe, an der es sich lohnt, täglich zu arbeiten. Manchmal müssen wir das Leben einfach auf uns zukommen lassen. 80 % der Dinge, die uns gedanklich belasten, treten niemals ein. Freuen wir uns also lieber an den restlichen 20 % und leben frei nach dem Motto „Wer weiß für was es gut ist!“ Auch die Einbeziehung tiefenpsychologischer NLP-Prozesse hilft, sich von Stress durch negative Einflüsse zu befreien. Mehr Informationen unter www.marcgalal.com/nolimits.

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Motivation & Erfolg Video

„Professor“ Jürgen Klopp motiviert Studenten an der Uni

Er kam, sah und siegte:  Jürgen Klopp wurde bei einem Besuch an der Sporthochschule Köln von den Studenten wie ein Messias gefeiert. Der Erfolgscoach von Borussia Dortmund unterhielt seine Zuhörer mit einem launigen Vortrag, verteilte Spitzen gegen den 1. FC Köln und sprach den Sportstudenten Mut zu.

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Kommunikation Motivation & Erfolg

Was ist emotionale Intelligenz?

Ob im Job, in der Partnerschaft oder im Freundeskreis: Die „emotionale Intelligenz“ gilt als immer wichtigerer sozialer Faktor.

Sogar in Stellenausschreibungen wird sie immer häufiger gefordert. Emotionen spielen in Gesprächen und Arbeitsbeziehungen oft eine wichtige Rolle. Wir klären, was es damit auf sich hat.

Video: Was ist emotionale Intelligenz?

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Motivation & Erfolg

Konflikte als Chance

Wie Führungskräfte Signale erkennen und eine Lösung begleiten.

Konflikte sind alltäglich. Es gibt sie überall, wo selbstständige Menschen zusammen leben und arbeiten. Werden Konflikte kooperativ gelöst, bieten sie große Chancen für eine positive menschliche Entwicklung und sind wertvolle Quelle betrieblicher Fortschritte. Werden sie allerdings nicht erkannt oder sogar falsch gehandhabt, entstehen Konflikte immer wieder von Neuem und können in einem Team verheerende Schäden anrichten. Führungskräfte sollten deshalb in der Lage sein, Signale rechtzeitig zu erkennen und eine wertschöpfende Lösung für alle Beteiligten zu begleiten.  

Wann sprechen wir überhaupt von einem „Konflikt“? Ist er „nur“ ein akutes Problem zwischen zwei Menschen, das plötzlich auftaucht? Eine immer wieder offensichtliche Spannung? Oder eher eine unterschwellige Angelegenheit, die die Betroffenen selbst klären müssen? Nähern wir uns dem Thema Konflikte mit einer ersten Definition: „Soziale Konflikte sind Spannungs-Situationen, in denen zwei oder mehr Parteien, die voneinander abhängig sind, mit Nachdruck versuchen, scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne zu verwirklichen und sich dabei ihrer Gegnerschaft bewusst sind.“ (Rüttinger und Sauer 2000, S. 7) Wenn zwei oder mehrere Elemente gleichzeitig gegensätzlich oder unvereinbar sind, liegt also ein Konflikt vor.

Unterschiedlicher Verlauf

Konflikte können offen oder verdeckt sein. Um die Ursache eines offenen Konfliktes zu finden, ist es empfehlenswert, eine dritte unabhängige Person hinzuzuziehen. Schwieriger sind verdeckte Konflikte. Diese keimen zunächst langsam vor sich hin und sind, werden sie plötzlich zu einem offenen Konflikt, nur schwer unter Kontrolle zu bringen. Konflikte können sehr unterschiedlich verlaufen: Sind die Parteien – gerade zu Beginn – oftmals übermotiviert und bereit zur direkten Konfrontation, fühlen sich überlegen und wollen die andere Seite unbedingt überzeugen, ist der Konflikt hochgradig personalisiert. Hier ist es sinnvoll, zunächst die persönlichen Beziehungen zu klären. Erst wesentlich später sind die Parteien bereit, auf organisatorische Aspekte und Rahmenbedingungen einzugehen. Im weiteren Verlauf des Konfliktes sind die Parteien oft eher voneinander enttäuscht und glauben nicht mehr an eine Lösung, sie gehen einer direkten Konfrontation aus dem Weg und beziehen sich auf den „Dienstweg“. Dann ist es wichtig, den Hang zur Isolierung und den gewohnten Rückzug zu unterbinden sowie die Parteien dazu zu befähigen, den Konflikt miteinander auszutragen. Gelingt es Führungskräften, die Parteien dazu zu bringen, die Verantwortung für die Folgen ihres (Nicht-) Handelns zu übernehmen, können diese vielleicht auch Phantasien entwickeln, wie es in nächster Zukunft weitergehen soll.

Konflikte als Chance

Was läuft bei Konflikten ab?

Konflikte können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen: Sie können lange oder kurz andauern, sie können sachlich oder aggressiv ausgetragen werden, sie können offen angesprochen oder indirekt angegangen werden. Trotz dieser Vielfalt lassen sich Vorgänge finden, die für das Verständnis aller Konflikte wichtig sind. Tritt ein Konflikt auf, so folgt er meist folgenden vier Phasen:

  1. Konfliktentstehung

Sind die Meinungen, Interessen und Wünsche der einen Partei mit den Ansichten der anderen Partei nicht zu vereinbaren, gibt es einen „Zusammenstoß“. Jede Partei möchte ihre eigenen Ziele und Bedürfnisse durchsetzen. Konflikte sind umso wahrscheinlicher, je

  • verschiedenartiger die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen der Mitarbeitenden sind,
  • je unklarer die Rollen, Funktionen und Kompetenzen für die Beteiligten sind und
  • je weniger die Ziele präzisiert, bekannt und verstanden werden.
  1. Konfliktwahrnehmung

Menschen nehmen Konflikte aus unterschiedlichen Perspektiven wahr. Eine sachlich richtige Beurteilung der Konfliktsituation ist dadurch oftmals schwierig. Woran lassen sich Konflikte erkennen? Einige von Führungskräften genannten typische Konfliktsignale sind

  • schlechte Teamstimmung (Aggressiver Kommunikationsstil,    verhärtete Diskussionen, Killerphrasen, Themen werden zerredet, fehlende Kompromissbereitschaft).
  • sich zurückziehen (Weigerung, Aufgaben zu übernehmen und Verweis auf andere, Abwesenheit, Unaufmerksamkeit, Passivität, Vermeidung von Augenkontakt, Flucht in andere Arbeiten ausserhalb des Projektes).
  • nicht eingehaltene Vereinbarungen (Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit).
  1. Konfliktanalyse

Wurde ein Konflikt wahrgenommen, ist eine gründliche Analyse erforderlich.

  • Wer ist am Konflikt beteiligt?
  • Um welchen Konflikt handelt es sich?
  • Wie wichtig ist die Streitfrage?

Diese Einschätzungen nehmen einen grossen Einfluss auf das Verhalten der Beteiligten. Wichtig ist, wie differenziert die verschiedenen Handlungsweisen wahrgenommen werden und wie realistisch die Konfliktursache beurteilt wird. Führungskräfte sollten sich davor hüten, einen Konflikt nur vom eigenen Standpunkt aus zu betrachten. Ein Perspektivenwechsel ermöglicht Verständnis für die unterschiedlichen Situationen und Sichtweisen der Konfliktpartner.

  1. Konfliktreaktion/Handhabung

Konflikte können auf drei Arten reguliert werden:

  • Mithilfe von Macht (d. h. der mächtigere Konfliktpartner oder eine Drittpartei erzwingt eine Lösung; zu deren Durchsetzung stehen Machtmittel wie Gewalt, Geld, Beziehungen zur Verfügung).
  • Mithilfe des Rechts (d. h. es wird entschieden, wer im Recht ist; diese Verfahrensweise setzt Rechtsmittel und Instanzen voraus).
  • Unter Berücksichtigung von Interessen (d. h. die Konfliktpartner eruieren ihre tiefer liegenden Wünsche, Ansprüche, Bedürfnisse und erarbeiten einen Interessensausgleich).

Die beste Lösung des Konflikts ist der Konsens. Mit dieser Strategie wird der Kreislauf durchbrochen. Hier steht nicht die sachliche Einigung, sondern die konstruktive Konfliktbewältigung im Vordergrund. Sich widersprechende Meinungen werden diskutiert und zu einem besseren Ganzen zusammengeführt. Wer eigene Verhaltensweisen erkennt und zugleich die Verschiedenheit akzeptiert, hat eine wertvolle Basis im Umgang mit Konflikten und Konfliktgegnern. Aktives Zuhören und Ich-Botschaften erleichtern das Erkennen der unterschiedlichen Standpunkte und Bedürfnisse. Echte Konfliktlösungen kommen am ehesten zustande, wenn zwischen den Beteiligten kein Machtgefälle besteht. Konflikte werden durch Machtanwendung mehr unterdrückt als gelöst. Sie schwelen weiter und fordern zu immer neuer Machtausübung auf. Wer als Gewinner eines Konfliktes einen Verlierer zurücklässt, ist früher oder später selbst der Verlierer. Nur Gewinner sind produktive Leistungsträger. Das gemeinsame Suchen nach Lösungen, deren Beurteilung und gemeinsame Entscheidungen führen zu Konfliktlösungen, die von allen Seiten akzeptiert und mitgetragen werden.

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Kommunikation Motivation & Erfolg

Beziehung ist Kommunikation – Kommunikation ist Beziehung

In der Kommunikation wird der Fokus meist auf den Bereich der „anspruchsvollen Gesprächssituationen“ gelegt. Das ist wichtig, denn dort findet die Krise statt. Vergessen wird jedoch dabei allzu oft, dass das Leben zu 90 % aus „Normalität“ besteht. Wir kommunizieren „einfach mal so“. Von früh bis spät treten wir immer und überall durch unsere Kommunikation in Beziehung – innerhalb der Familie, mit Freunden oder (Un-)Bekannten, beim Einkaufen, in Meetings, mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern. Umso wichtiger ist es, sich mit ebenjener Alltags-Kommunikation einmal intensiver zu beschäftigen, denn: Die Lösungen für Alltagsprobleme liegen gleichsam im Alltag. In unseren Beziehungen und wie wir innerhalb dieser kommunizieren.

Wir sind jeden Tag „etwas gestresst“, wir führen jeden Tag unsere Mitarbeiter oder unseren Chef, überzeugen Kunden, gehen mit dem Ehepartner um. Unspektakulär aber dauerhaft und dementsprechend intensiv. Der Alltag hat einen schlechten Ruf, er sei „grau“. Das stimmt natürlich nur, wenn wir ihn mehr oder weniger gedankenlos hinnehmen und ständig den Fokus auf die „großen Würfe“ legen. In diesem Artikel geht es um das vermeintlich Banale, denn genau da findet der nachhaltigste Erfolg statt. Doch die Alltagssprache hält so einige Stolperfallen bereit. Beim zwanglosen Geplauder kann so gut wie alles schief gehen, aber auch ein intensiv vorbereitetes Gespräch ist noch lange kein Garant für den Erfolg.

Sechs Speed-Dating-Regeln für eine wirksame Kommunikation

Längst wird Speed-Dating nicht mehr nur bei der Partnersuche eingesetzt. Die Prinzipien gelten inzwischen auch bei der Suche nach einem Job ebenso wie nach einer Wohnung, für die Zusammenführung von Azubis und Unternehmen, zum Kennenlernen der Teilnehmer bei Seminaren oder für einen fachlichen Austausch auf Messen. Gleich bleibt dabei immer das Ziel: Innerhalb einer relativ kurzen und festgelegten Zeit möglichst viele Gesprächspartner etwas näher kennenzulernen bzw. erste Gemeinsamkeiten festzustellen. Beim Speed-Dating wird schnell deutlich, dass jede Beziehung Kommunikation ist und jede Kommunikation Beziehung. Vom Lockerbleiben bei der Kontaktaufnahme, der Präsenz und dem w(r)ichtigen Gesprächseinstieg, der raffinierten Wortwahl bis zur Erkenntnis, dass ich nur wenig Zeit habe, einen kreativen Eindruck zu hinterlassen. Hier sechs Speed-Dating-Regeln als Basis jeder spannenden, kreativen und wertvollen Alltags-Kommunikation:

  1. Locker bleiben

Die erste Speed-Dating-Regel besagt, dass wir „ganz locker“ sein sollen. Der Riegel im Kopf „die/den muss ich haben“ oder „heute treffe ich meinen Märchenprinzen“ ist mehr Blockade denn motivierende Zielgröße. Ziele im Leben sind gut, unbestritten. Aber in der konkreten Situation der Kommunikation gilt es, ans Hier und Jetzt zu denken: Konzentrieren Sie sich auf das, was gerade jetzt geschieht! Es geht ja nicht um schwierige Verhandlungen, dort ist strategisches Vorgehen sinnvoll, es geht um den Alltag. Einfach so, um diese fast „vernachlässigbare“ Größe von ca. 85% der Gespräche während des Tages. Vertrauen wir ruhig darauf, dass „es“ schon richtig funktioniert. Aber nur, wenn auch die innere Haltung stimmt. Denken wir Schlechtes über eine Situation oder ein Gegenüber, kommt es auch so rüber. Umso wichtiger ist es, an der eigenen Haltung zu arbeiten: Die Dinge positiv-konstruktiv sehen, um sie dann eben auch mal ganz locker angehen zu können.

  1. Präsent sein

Alltägliches läuft Gefahr, „einfach so nebenbei“ erledigt zu werden. Das Gespräch ‚kurz‘ mit dem Chef, der Kollegin, dem Kunden, der Mitarbeiterin wird im besten Fall inhaltsfokussiert geführt. Kurz, knapp, klar – so haben wir es gelernt. Allenfalls noch „Level 2“, nämlich „sauber positiv formuliert“. Eine Bitte statt ein Befehl, ein Wunsch statt eine Aufforderung. Aussagen wie „Hörst du mir überhaupt zu?“ oder „Ich habe den Eindruck, dass du gar nicht so richtig da bist?“ kennen wir alle. Die Präsenz gestaltet die Intensität unserer Alltags-Kommunikation. Unabhängig der richtigen oder falschen Worte, ankommen tun diese nur, wenn sie in möglichst höchster Präsenz ausgesprochen werden. Genau so sollten wir auch in Dialog(e) gehen: Keine automatisierten Sätze, sondern ein Bekenntnis zur Präsenz. Geht schneller, braucht weniger Vorbereitung, verlangt aber im Endeffekt mehr Vertrauen zu sich selbst. Dieses prägt unsere Auftritte auch im Kleinen. Dabei hat „Selbstvertrauen“ nichts mit Überheblichkeit zu tun. Es ist das Vertrauen in sich, zu wissen, dass ich mit Talenten und Fähigkeiten so gut ausgestattet bin, dass ich das Richtige zur richtigen Zeit sage und tue.

  1. Offen bleiben

Das Vorurteile einschränken ist hinlänglich bekannt. Treffen wir auf ein Gegenüber, das uns optisch an eine verflossene Liebe erinnert, geht es entweder negativ oder positiv weiter. Egal was war, es prägt. Einfacher gesagt als getan: Das Gegenüber hat eine Chance, genau nicht so zu sein, wie wir es erwarten. Achten wir also auf Unterschiede oder suchen wir Dinge, die neu, interessant, spannend sind. „Haben Sie Schulterschmerzen?“ war die Frage an einer Polizeikontrolle. Es interessierte den Polizeibeamten wahrlich nicht, mit welchen Schmerzen der Verkehrsteilnehmer fährt, sondern er wollte ihm lediglich mitteilen, dass er den Sicherheitsgurt nicht trage und das ein Bußgeld kostet. Das ist beileibe keine positive Alltags-Kommunikation. Wenn Sie etwas wissen möchten, dann stellen Sie eine Frage. Wenn Sie etwas sagen möchten, dann sagen Sie es. Bei dem oben genanntem Beispiel liegt eine deutliche Diskrepanz vor. Gleiches in Führungsgesprächen: „Geht’s dir nicht gut, hast du privat Probleme?“. Entweder interessiert es mich wirklich, oder ich deklariere es als Interpretation: „Ich habe die Vermutung, dass privat etwas nicht stimmt, liege ich da richtig oder falsch?“

  1. Interessiere dich für den anderen

So banal wie einfach und doppelt schwer: Zuhören ist eine Königsdisziplin in der Kommunikation – gerade und erst recht im Alltag! Eine kleine Beobachtungsaufgabe: Stellen Sie sich nach der Urlaubsphase in Ihrem Unternehmen in den Pausenraum. Hören Sie einfach zu, wie oft sich Menschen nicht (zu)hören. Da erzählt Kollege x, er sei heute wieder zurück aus dem Urlaub. Kollege y fragt nett: „Wie war´s denn und wo wart ihr?“. Spannend einfach zuzuhören, wie oft sich viele überhaupt nicht interessieren, was der andere erzählt. Bei der ersten Gesprächspause kommt die eigene Geschichte wieder aufs Set. „Wir hatten wirklich einen tollen Service an Bord“ – kurze Atempause….das Gegenüber: „Ja, letztes Jahr sind wir mit der Air Singapur geflogen, war noch besser als ihr Ruf“. Zur Erinnerung: Interessieren wir uns wirklich für unser Gegenüber, werden wir reicher! Und wenn zwei reden, heißt das noch lange nicht, dass es auch ein Dialog ist. Sehr häufig sind es sogenannte Doppelmonologe – beide erzählen abwechselnd ihre Geschichte.

  1. Lächle und sei freundlich

„Setzen Sie Ihr freundliches Gesicht auf, zeigen Sie Ihre Freude, jemanden zu treffen und denken Sie ans Positive jetzt und im Leben. Sie gewinnen als authentisch positive Person mehr“. So steht es im „Leitfaden zum Daten“. Stellen wir uns vor, das Gespräch am Dating-Tisch beginnt mit den Worten „Hallo, ich bin Peter. Ich hatte eine schwere Jugend, im Moment habe ich kein Geld und mein Chef macht mich kaputt. Abgesehen davon finde ich die politischen Verhältnisse in unserem Land furchtbar“. Ehrlichkeit in allen Ehren … aber Blumen gewinnen wir so keine! Das ist keine Aufforderung zum gequälten „Think-positive“, sondern die klare Botschaft: Ohne innere, positive Haltung sind wir weder im Date noch im Alltag wirklich erfolgreich. Deshalb ist es wichtig, das Positive zu suchen. „Ich bin gerne bis um 16.00 Uhr persönlich für Sie da“ ist inhaltlich gleich aber eben doch ganz anders als „ich bin dann ab 16.00 Uhr weg“. Zugegebenermaßen kleine Details, aber in der Summe macht Kleinvieh auch Mist und das Leben besteht im Grunde nun einmal aus vielen Details. Übrigens: Positive Verhaltensweisen einer „freundlichen“ Person werden durch Lob und Zuwendung verstärkt. Ehrliches Lob und Zuwendung freuen im Grund jeden Menschen, so dass es ihm wiederum auch leichter fällt, freundlich und vertrauensvoll zu sein.

  1. Beginne mit einem netten Wort

„Himmel, wo warst du beim Friseur, hierzu braucht´s wohl auch keine Ausbildung“. Das Date können wir abschreiben. Bei allem Interesse, Präsenz, Lockerheit usw. – irgendwann beginnen wir zu reden. Ein guter Grund, von Anfang an charmant, nett und unverfänglich zu sein. Es kann durchaus sein, dass es sich im Verlauf des Gesprächs zeigt, dass unser Gegenüber unseren Sinn für Humor teilt, aber diesen Sinn sollten wir zuerst kennen! Erfahrene Speed-Dater empfehlen: „Beginne mit einen Lob“. Gehen wir davon aus, dass jeder gerne zuerst etwas Positives hört, schaffen wir doch diesen Mikrokosmos der konstruktiven Aura und beginnen im Alltag mit einem positiven Wort: „Eine schöne Tasche haben Sie!“ oder „Danke, dass Sie mir den Platz überlassen haben.“ Als ich vor kurzem bei einem Restaurant-Besuch (notabene ein nobler Gourmet-Tempel) das Auto auf ein markiertes Feld stellte (aber wohl den Schriftzug in selbem nicht las), kam ein Mitarbeiter nach draußen gestürmt „Hier dürfen Sie Ihr Auto nicht hinstellen!“ – und das bevor die Fahrzeugtür abgeschlossen war. Kurzum: „Danke, dass Sie bei uns vorbei kommen. Dürfte ich Sie noch bitten, das Fahrzeug auf die andere Seite zu stellen?“. So einfach wäre. Alles umgesetzt. Locker, positiv, nett, freundlich, offen, interessiert – und das mit dem Mehraufwand von ein paar wenigen, vor allem aber anderen Worten.

Erfolg im Umgang mit Kunden heißt, nicht nur dann gut zu kommunizieren, wenn etwas schiefgelaufen ist. Einen Führungsstil leben, der Mitarbeitende fördert, findet nicht nur beim Lohn- oder Disziplinargespräch statt. Stressabbau im Alltag bedeutet nicht, dass ich zweimal im Jahr ins Wellness-Weekend gehe. Der Erfolg kommt schleichend im Alltag. Ebenso wie auch Probleme langsam und leise um sich greifen. Wenn wir es schaffen, zentrale, oft ganz kleine Erfolgselemente in der Kommunikation und im Aufbau von Beziehungen in unseren Alltag zu integrieren, wird er strukturell, rituell oder eben ganz normal und selbstverständlich. Erfolgreiche Kommunikation als Selbstverständlichkeit – eine Ode an die 90% Normalleben.

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Kommunikation Motivation & Erfolg

Warum das Telefon mehr ist als Mittel zum Zweck – Jeder Kontakt ist ein Moment der Wahrheit

Das Telefon ist und bleibt eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Kein anderes Medium ist in der Lage, über eine große räumliche Distanz in Echtzeit Inhalte über die Stimme durch Worte und Gefühle zu übertragen. Social Media zum Trotz wird immer noch per Telefon am meisten beraten und verkauft, gelobt und reklamiert, sodass richtiges und gutes, vor allem aber richtig gutes Telefonieren zu den Schlüssel-Qualifikationen im Wirtschaftsleben zählt.  

Im Film „Vier Fäuste gegen Rio“ meldet sich Bud Spencer als das Telefon klingelt mit einem knappen „…nämlich?“. Das ist im Business vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert. Es muss beim routinierten Griff zum Hörer aber auch nicht immer die gleiche monotone Begrüßung „Andreas Müller, was kann ich für Sie tun?“ sein. Unabhängig von der persönlichen Kreativität – die je nach Branche in unterschiedlichen Varianten ausgelebt werden darf – sollte es bei Gesprächen am Telefon zumindest eines sein: Menschlich und herzlich! Denn genau das kommt beim Gegenüber am schnellsten und sehr direkt an – wenn alle anderen Sinneseindrücke, insbesondere das (An-)Sehen – in diesem Moment ausgeschlossen sind. Übrigens gilt das unabhängig davon, ob man angerufen wird oder selbst als Anrufer tätig ist.

Sympathiepunkte sammeln

In unserer hochentwickelten Dienstleistungsgesellschaft ist vieles für uns längst selbstverständlich. Reservieren wir einen Tisch beim Italiener sind wir weder überrascht noch besonders erfreut, wenn die Plätze tatsächlich für uns freigehalten werden. Bestellen wir Konzerttickets, löst es längst keine Begeisterungsstürme mehr aus (außer es handelt sich um ein ganz besonderes Konzert), wenn diese ein paar Tage später mit der Post bei uns eintreffen. Qualität auf hohem Niveau hat sich eingespielt und wird von uns als Kunden erwartet. Ansonsten gehen wir einfach zum nächsten Anbieter, der unsere Wünsche meistens ebenso gut erfüllen kann. Bei der Vergleichbarkeit an Produkten und Dienstleistungen zählt ein Wert ganz besonders: Der zwischenmenschliche Kontakt und die Sympathiepunkte, die wir dabei sammeln können. Da dieser erste Eindruck sehr oft am Telefon entsteht, wird deutlich, wie wichtig eine freundliche und zuvorkommende Stimme am Telefon ist. Genau diese Stimme ist die Visitenkarte des Unternehmens.

Ursachen für Missverständnisse

Noch gravierender wird die Bedeutung des menschlichen Verhaltens am Telefon im Falle einer Reklamation. Für jedes Unternehmen ist die Telefonzentrale oder das Service-Center ein zentrales Element der Kundenbeziehungs-Strategie. Jeder Kontakt ist ein Moment der Wahrheit, der das Verhältnis stärkt oder schwächt. Jeder Anruf muss für den Kunden zum positiven Erlebnis werden. Umso mehr zählen die Kompetenzen jedes einzelnen Mitarbeiters am Telefon, das professionelle Verhalten ebenso wie die Fähigkeit, den Kunden rundum zu begeistern.     Gerade am Telefon ist eine unterschiedliche Wahrnehmung häufig die Ursache für Missverständnisse, die schnell zu Einwänden des Kunden oder sogar Ablehnung führen kann. In der Kommunikation sind Worte ausschlaggebend. Eine klare Sprache für die Verständlichkeit der Aussage gehört ebenso dazu. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, grundsätzlich offen auf den Gesprächspartner zu reagieren. Eine ehrliche Neugier für das Anliegen seines Gegenübers ist am Telefon positiv spürbar. Voraussetzung dafür ist, dass man beim Telefonieren voll und ganz präsent und absolut bei der Sache ist.

Partnerschaftlich in Kontakt treten

Eine gute Kommunikation am Telefon braucht die vorbehaltlose Bereitschaft, mit dem Kunden in Kontakt zu treten im Bewusstsein, dass der Gesprächspartner eine andere Wahrnehmung hat als man selbst. Mit der Sichtweise, dass es nicht eine einzige Wahrheit gibt und alles andere falsch ist, kann man offen mit dem Gegenüber in ein Gespräch eintreten und einen echten Dialog führen, bei dem es in erster Linie um die Bedürfnisse des Kunden geht. Natürlich ist es legitim, auch die eigenen Interessen zu berücksichtigen, die generelle Einstellung sollte allerdings immer partnerschaftlich sein. Das heißt, man strebt im Idealfall einen ideellen und materiellen Gewinn für den Kunden sowie auch für sich selbst und sein Unternehmen an.

Am Telefon ruhig auch einmal gekonnt schweigen

Viele Menschen haben ein geringeres Aufnahmevermögen als wir annehmen. Wir alle brauchen Pausen, um das Gehörte zu verarbeiten. Mindestens ebenso viele Menschen neigen jedoch am Telefon dazu, schneller zu sprechen als sie es bei einem persönlichen Treffen tun würden. Schweigen ist am Telefon ein wirkungsvolles Mittel, weil der Zuhörer Worte, die auf eine Pause folgen, besonders gut aufnehmen kann und sich diese demzufolge auch besser merken wird. Selbst wenn wir also am Telefon schweigen, kommunizieren wir. Die große Kunst besteht darin, die richtige Balance zu finden: Reden und Schweigen sind Schwestern und wirken zusammen besser als alleine.

Telefon-Kommunikation Stimme

Die Stimme bestimmt die Stimmung

Weil wir uns am Telefon nicht sehen können, nimmt die Bedeutung der Stimme um ein Vielfaches zu. Sie ist unser Draht zum Gegenüber, das einzige Mittel, mit dem wir unmittelbar als Person wirken können. Unabhängig von dem, was wir sagen, ist die durch unsere Stimme vermittelte Stimmung oftmals auch das, was beim Gesprächspartner einen dauerhaften Eindruck hinterlässt. Neben den Inhalten, die durch Worte und Akustik vermittelt werden, sind es meist die leisen Zwischentöne, die Sympathie oder Unbehagen auslösen. Passieren kann dies natürlich auch, wenn die Stimme an sich eher unangenehm wahrgenommen wird, weil diese von Haus aus zu hoch, zu schrill oder zu laut ist. Welche Kraft eine Stimme hat, verspüren wir beispielsweise bei Sängerinnen und Sängern oder auch bei Radiosprechern. Nicht jeder wird mit einer wirkungsvollen Stimme geboren. Um die Wirkung der eigenen Stimme zu optimieren, sind Sprechtrainings sinnvoll. Ob unter eigener Regie oder mit professioneller Anleitung haben diese meist drei Ziele:

  1. Ein variierendes Sprechtempo und ein dynamischer Sprechrhythmus signalisieren einen wachen Geist. Der Zuhörer ermüdet kaum, durch die lebendige Abwechslung kommt keine Langeweile auf.
  2. Ausgeprägte Sprechmodulationen, d. h. Varianten in der Tonlage, entscheiden mit, wie kompetent der Gesprächspartner uns einschätzt. Wirkungspausen unterstützen diesen Prozess.
  3. Eine gute Artikulation stellt sicher, dass Silben, vor allem Endsilben, vollständig ausgesprochen werden. Das nimmt Geschwindigkeit aus dem Gespräch und gibt dem Zuhörer die Chance, besser folgen zu können.

Ohne Zweifel ist am Telefon wichtig, wie etwas gesagt wird. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings auch die Fähigkeit, ein guter Zuhörer zu sein. Das chinesische Schriftzeichen für „hören“ beinhalten neben den einzelnen Symbolen für Ohr und Auge auch das Herz sowie die „ungeteilte Aufmerksamkeit“. Schenken wir diese Aufmerksamkeit sowohl demjenigen, der uns anruft (und das genau ab dem Augenblick, wenn wir den Telefonhörer abnehmen) und demjenigen, den wir anrufen (und merken demzufolge auch schnell, ob der Zeitpunkt günstig ist), dann steht einem „richtig guten“ Telefongespräch von Mensch zu Mensch nichts mehr im Wege.

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Motivation & Erfolg

Der Aufzug zum Erfolg: In acht Schritten zum Meister des Lebens werden

Erfolg ist für jeden Menschen etwas anderes. Ebenso vielfältig wie die Wege, die Menschen einschlagen, um erfolgreich zu sein, sind oft die Strategien, die sie verfolgen, um tatsächlich zum Meister ihres Lebens zu werden. Vielleicht sieht man es diesen Menschen nicht immer auf den ersten Blick an, aber viele umgibt eine spürbare, fast greifbare Aura. Ihre Persönlichkeit strahlt den Erfolg aus und zieht ihn – fast magisch – auch wieder an. Weshalb aber sind manche Menschen erfolgreicher als andere? Welche Faktoren bewirken diesen Erfolg?  

Das Leben stellt uns täglich vor unzählige Herausforderungen. Deshalb müssen wir aufpassen, dass diese uns nicht allzu sehr begrenzen – in dem, was wir tun und an das, was wir glauben. Oftmals bringen uns Misserfolge, schlechte Erfahrungen oder Ängste dazu, uns selbst Grenzen zu setzen. Wir hören auf zu träumen und an unsere tiefsten Wünsche zu glauben. Dabei wäre es wichtig, an unseren Träumen festzuhalten, auch wenn wir nicht immer gleich so erfolgreich sind, wie wir es uns vorstellen. Wer zu früh aufgibt, vergibt die Chance, sich weiterzuentwickeln, an und mit seinen Wünschen zu wachsen. Gerade wenn Zweifel uns fast aufgeben lassen, sollten wir fest hinter unseren Entscheidungen stehen. Zu dem, was wir wirklich – aus tiefstem Herzen – wollen, führt auch ein Weg. Zugegeben, manchmal ist dieser nicht ganz eben, vielleicht  geht es einmal ein kleines Stück steil bergauf und uns bleibt vor lauter Anstrengung fast die Luft weg. Auf dem Weg gibt es sicherlich den einen oder anderen Stolperstein. Hindernisse, die uns aber nur zeigen, dass wir letztendlich doch Schritt für Schritt vorankommen.

Erfolg und Zufriedenheit auf ganzer Linie

Manche Menschen haben alles Geld dieser Welt, aber wirklich glücklich sind sie nicht. Einigen Menschen gelingt es, beruflich durchzustarten und trotzdem Zeit für die Familie zu haben. Warum aber klappt bei manchen Menschen alles, während andere nie etwas schaffen? Vielleicht haben letztere nur nicht den Mut, an das zu glauben, was sie glücklich und erfolgreich macht? Folgende acht Erfolgsfaktoren bringen uns Schritt für Schritt unseren Zielen näher, wir erreichen diese schneller und vor allem leichter. Stufenweise und konsequent als Übung gemacht, bewirken  sie, dass wir nicht länger zwischen den Stühlen sitzen. Sie helfen uns dabei, uns nicht mehr von anderen verunsichern zu lassen, sondern im richtigen Zustand kongruent zu unserem Ziel zu stehen und es auch zu erreichen.

  1. Selbstwertgefühl aufbauen

Der Glaube an sich selbst ist ein wesentlicher Grundstein einer erfolgreichen Persönlichkeit. Sich seiner selbst und der eigenen Stärken wie auch Schwächen bewusst zu sein, schenkt uns die innere Freiheit, genau das Leben zu führen, das wir führen wollen. Erinnern wir uns an unsere Erfolge, wächst das Selbstwertgefühl sowie mit ihm auch unser Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit. Wir fühlen uns sicher und nutzen diese  Sicherheit als Basis, um uns auch einmal mehr zuzutrauen und  neue Wege zu gehen. Übrigens: Für unser Selbstwertgefühl sind wir auch selbst verantwortlich. Es hat also nichts damit zu tun, was wir vielleicht als Kind vermittelt bekommen haben. Wenn wir unser Selbstwertgefühl stärken oder aufbauen möchten, müssen wir uns selbst – unabhängig von unseren Schwächen, die jeder Mensch hat – als gut und liebenswert wahrnehmen. Wir müssen uns selbst mehr Freund als Feind sein. Selbstwert heißt, dass wir es wert sind, erfolgreich und glücklich zu sein. Selbstwert heißt auch, dass wir uns selbst lieben, unabhängig davon, ob wir gerade erfolgreich sind oder nicht.

  1. In einem Spitzenzustand sein

Aufgrund von Misserfolgen zweifeln wir manchmal an unseren Fähigkeiten. Wir fokussieren uns auf das, was wir nicht geschafft haben, auf das, was wir nicht können. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind. Weil wir uns klein und ohnmächtig fühlen, denken wir klein und machen uns dadurch noch kleiner. Unsere innere Welt spiegelt sich auf die äußere Welt. Deshalb müssen wir das Gefühl der Machtlosigkeit hinter uns lassen. Wir dürfen nicht in der Vergangenheit leben und Chancen nachtrauern, die sich nie erfüllt haben. Nur im Jetzt können wir etwas tun, um die Zukunft positiv zu beeinflussen. Nur in einem ressourcenreichen und powervollen Spitzenzustand können wir gute Entscheidungen treffen, die unser Leben verändern. Aus diesem Grund ist es wichtig, in einem guten Zustand zu sein, bevor wir eine Entscheidung treffen.

  1. Leidenschaft finden

Wenn wir wirklich wissen, was wir wollen, kann uns kein Mensch mehr aufhalten. Leidenschaft und Liebe sind die zwei stärksten Kräfte, die es auf der Welt gibt. Hegen wir beispielsweise für das, was wir täglich tun, keine Leidenschaft, sind wir nicht motiviert und sehen auch keinen Sinn in unserem Tun. Brennt in uns allerdings die Leidenschaft, dann ist uns kein Weg zu weit und keine Anstrengung zu groß, um an unseren Zielen anzukommen. Jeder kennt dieses Gefühl aus seiner Kindheit: Waren wir von einer Sache restlos begeistert, musste uns niemand dazu motivieren. Wir haben gebrannt, waren motiviert vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Haben wir diese Leidenschaft, können wir auch heute noch jede Aufgabe meistern, jedes Hindernis überwinden, jede Steigung bewältigen und letztendlich auch andere Menschen finden – ja geradezu anziehen – die diese Leidenschaft mit uns teilen, um gemeinsam noch mehr zu erreichen. Unter einer Bedingung: Wir müssen uns einmal hinsetzen, um unsere wahre Leidenschaft zu finden. Erlauben wir es uns, einmal zu träumen. Schreiben wir genau jetzt 20 Dinge auf, für die unser Herz gerade unbändig schlägt (oder zumindest irgendwann einmal leidenschaftlich geschlagen hat). Unabhängig davon, wie realistisch wir diese Träume letztendlich einschätzen, bitte einfach notieren:

Meine Träume/Wünsche/Leidenschaft:

______________________________________________________________

Vielleicht müssen wir erst eine Nacht darüber schlafen, unsere zu Papier gebrachten Wünsche wirken lassen. Vielleicht haben wir aber auch beim Aufschreiben bereits bemerkt, dass es genau diese eine Sache ist, die uns bewegt, die wir unbedingt erreichen wollen.

  1. Echte Entscheidungen treffen

Haben wir unsere wahre Leidenschaft entdeckt, müssen und können wir für dieses eine Ziel eine echte Entscheidung treffen. Nur wenn wir zu 100 % kongruent sind und mit allen Phasen „Ja, genau das ist es, das ist unser Ziel, da wollen wir hin“ sagen, treffen wir auch die richtigen Entscheidungen. Jeder, der dieses Gefühl schon einmal hatte, wird bestätigen: Echte Entscheidungen zu treffen ist Magie. Das sind ganz besondere Momente voller Kraft und Energie. Plötzlich öffnen sich Türen, die vorher verschlossen schienen. Menschen kommen auf uns zu, die uns unterstützen. Wir sind im Flow!

  1. In Aktion kommen

In diesem Zustand des Flow ist es wesentlich leichter, in Aktion zu kommen. Wir haben nicht länger das Gefühl, wir müssten uns zu etwas zwingen. Alles fließt – plötzlich und scheinbar von ganz alleine. Jetzt gilt es, diesen Zustand zu nutzen und die 72-Stunden-Regel zu befolgen. Diese besagt: Wenn wir ein Ziel vor Augen und eine echte Entscheidung getroffen haben, muss innerhalb von 72 Stunden die erste Handlung erfolgen. Dann ist die Chance groß, dass wir am Ball bleiben und Schritt für Schritt unser Ziel auch erreichen. Viele Aktivitäten haben außerdem den Vorteil, dass man gar keine Zeit hat über kleine Misserfolge, die auch auf einem Erfolgsweg nicht ausbleiben, nachzudenken.

  1. Ausdauer fördern

Alle außergewöhnlich erfolgreichen Menschen haben eine große Willensstärke und eiserne Disziplin. Ob Profisportler oder Klaviervirtuose, ob selbständiger Unternehmer oder Vertriebsprofi – nur wer an seinen Zielen dran bleibt, wer kontinuierlich trainiert, sich darauf konzentriert, durch Übung immer besser zu werden, wird auf Dauer mit dem gewünschten Erfolg belohnt werden. Aufgeben gilt nicht! Wenn die Vision stimmt, wenn wir wissen, wohin wir wollen, dann kann vielleicht der Weg manchmal leicht variieren, das Ziel allerdings ist und bleibt gleich. Kommen wir nicht so voran, wie wir wollen, lohnt es sich, die Strategie zu überprüfen und notfalls zu verändern bzw. anzupassen: Von dem, was gut läuft, machen wir mehr und lassen das, was weniger gut funktioniert, einfach weg.

  1. Vorbilder suchen

Schon seit jeher ist Modelling eine hervorragende Idee, besser zu werden. Anstatt sich alles selbst zu überlegen, ist es hilfreich, sich Vorbilder zu suchen. Wir müssen das Rad nicht jedes Mal neu erfinden – es reicht aus, es beispielsweise durch andere Materialien schneller zu machen. Um von Vorbildern zu lernen, gibt es zwei Möglichkeiten und Strategien: Man sucht sich den oder die Besten in der eigenen Branche/Sparte, beleuchtet warum er/sie so erfolgreich ist/sind und macht es besser. Oder aber man blickt über den Tellerrand und prüft, ob sich Ideen auf die eigenen Bedürfnisse adaptieren lassen. Vorbilder gibt es in allen erdenklichen Bereichen: Große Redner beispielsweise können uns zu einer wirksamen Kommunikation inspirieren.

  1. Kommunikation stärken

Kein Mensch ist eine Insel! So gut wie alle erfolgreichen Menschen sind außergewöhnlich erfolgreich in ihrer Kommunikation. Sie verstehen es, eine Idee zu verkaufen. Sie ziehen Menschen an durch das, was sie sagen und wie sie es sagen. Erinnern wir uns nur an Steve Jobs, mit welcher Brillanz er neue Ideen von Apple im Markt eingeführt und Kunden auf der ganzen Welt schon lange vor Erscheinen der jeweiligen Neuheit begeistert hat. Von den amerikanischen Präsidenten ganz zu schweigen, die über Jahrhunderte hinweg weltweit von sich reden machten durch Aussagen wie „Ich bin ein Berliner!“ oder „Yes, we can“. Was in der großen Wirtschaft und Politik funktioniert, sollten wir auch im Kleinen nutzen. Wer es schafft, seine Gedanken nach außen zu kommunizieren und Menschen von seiner Vision zu überzeugen, schafft sich Verbündete und Weggefährten. Nichts ist wertvoller, um im Leben erfolgreich zu sein und glücklich zu bleiben.

Mein persönlicher Tipp an Sie: Leben Sie Ihren Traum, entfalten Sie ihr Potential. Legen Sie Hemmungen und Blockaden ab, um innerlich frei zu werden. Steuern Sie Ihren inneren Fokus, um Ihre Wünsche zu verwirklichen. Trainieren Sie Ihren Selbstwertmuskel. Entdecken Sie Ihre Freiheit, um genau das Leben zu leben, das Sie wollen – jenseits aller materiellen Güter. Sie haben es verdient, erfolgreich und glücklich zu sein.

Erfolgs-Event am 8./9. November 2014 in Frankfurt

„No Limits!“ – in 48 Stunden mehr erreichen als in den vergangenen drei Jahren

„Positives Denken funktioniert nicht!“ – davon ist Marc M. Galal überzeugt. Am 8. und 9. November 2014 in Frankfurt zeigt er auf, wie tiefsitzende Programme, also Glaubenssätze, uns daran hindern, richtig erfolgreich zu sein. Weitere Informationen unter www.marcgalal.com/nolimits.