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Gesundheit

Das Gen für vorzeitige Alterung entdeckt

Slowenische Wissenschaftler von der Klinik für medizinische Genetik des Universitätsklinischen Zentrum Ljubljana haben einen bisher nicht bekannten Gen entdeckt, das für vorzeitigen Alterung verantwortlich ist. Forschungsergebnisse, die in der Publikation American Journal of Human Genetics vorgestellt wurden, haben einen bedeutenten Wert für die Vorbeugung der vorzeitigen Alterung.

Um das Leben der Patienten mit genetischen Krankeiten zu verbessern

Die Entdeckung wird die Diagnostizierung von Krankheiten, die vorzeitige Alterung verursachen, vereinfachen und das Leben von Menschen mit solchen Krankheiten zu verbessern.

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Gesundheit

Denken Sie sich fit!

Wer für sich selbst glaubt, dass fit und aktiv ist, ist gesünder und lebt länger als diejenigen, die von sich glauben, nicht gerade in guter Form zu sein. Dabei spielt die tatsächliche körperlicher Aktivität eigentlich keine Rolle.

Dies ergab eine Studie der US-amerikanischen Psychologinnen Octavia Zahrt und Alia Crum, für die sie Daten von mehr als 61.000 Erwachsenen auswerten. Für die Studie erfassten sie die Lebensumstände, Gesundheit, die körperliche Aktivität sowie persönliche Einschätzungen derselben.

Ein Teil der Befragten war über 20 Jahre hinweg wiederholt interviewt worden und es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit, in dem Zeitraum zu sterben, bei jenen um 71 % höher war, die sie für weniger aktiv als Gleichaltrige hielten. Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass direkte Appelle an gesundes Verhalten, so wie zum Beispiel in manchen Gesundheitskompanien, den starken Einfluss der Einschätzung des eigenen Verhaltens vernachlässigen – und dazu führen könnten, dass Menschen sich abgewertet fühlen.

Ihr Plädoyer: »Wenn wir lange leben wollen, sollten wir uns nicht nur gesund verhalten, sondern auch so darüber denken.«

Octavia H. Zahrt, Alia J. Crum: Perceived physical activity and mortality: Evidence from three nationally representative U.S. samples. Health Psychology, online first publication, Juli 2017. DOI: 10.1037/hea0000531

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Gesundheit

Immun gegen Erkältung – geht das eigentlich?

Sie kennen das sicher: Kaum wird es Herbst und die Temperaturen fallen, ist sie da, die Erkältung. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, ist ein gestärktes Immun system unabdingbar. Es ist unser Schutzschild gegen fi ese Viren. Aber wie kann man das Immunsystem stärken? Dazu gibt es viele Tipps und Mythen, von denen wir ein paar einmal unter die Lupe genommen haben.

So wird Ihr Immunsystem stark:

vitamine2Hunger auf Vitamine und Co

Das A und O für ein gesundes Immunsystem sind ausreichend Vitamine und Spurenelemente wie z. B. Zink. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft so dabei, unsere Abwehrkräfte zu stärken.

Unser Tipp: Werden z. B. aufgrund von Ernährungsgewohnheiten nicht ausreichend Vitamine und Spurenelemente, wie z. B. Zink, aufgenommen, kann der Bedarf mit Nahrungsergänzungsmitteln gedeckt werden.

Nicht stressen lassen

Die vielen Anforderungen des Lebens unter einen Hut zu bekommen, kann manchmal anstrengend sein. Stress greift das Immunsystem an.

Unser Tipp: Achten Sie besonders ab Herbst auf Ruhezeiten zwischen den stressigen Phasen.

schlafen

Schlafen, schlafen, schlafen

Schlaf hilft dem Körper sich zu regenerieren. Ausreichend Schlaf beugt nicht nur einer Erkältung vor, sondern hilft sogar im Falle einer Ansteckung, die Krankheit schneller wieder loszuwerden.

Unser Tipp: viel und gut schlafen.

kuessen

Ist küssen verboten?

Nein! Denn die meisten Viren, die beim Küssen übertragen werden, landen im Magen und werden dort restlos zersetzt. Außerdem schütten wir beim Küssen Glückshormone aus, die das Immunsystem stärken.

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Sport = Mord?

Ja und nein! Regelmäßiger Sport ist gut für das Herz-Kreislauf-System und wirkt deshalb vorbeugend. Aber sobald Sie erkältet sind, ist Sport tabu, denn er belastet dann das geschwächte Immunsystem.

Erst Erkältung, dann Grippe?

Nein! Denn die Viren einer Erkältung („grippaler Infekt”) unterscheiden sich von denen einer Grippe („Influenza”). Mit schwachem Immunsystem besteht aber natürlich immer die Gefahr, sich mit weiteren Viren anzustecken.

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Essen Gesundheit

Magnesium für Muskelaufbau

Ältere Menschen verlieren mit zunehmendem Alter verstärkt Muskelmasse und Muskelkraft.

Dies ist ein schleichender Prozess, der im mittleren Alter beginnt (im meisten Fällen um das 50. Lebensjahr). Warum das so ist, ist noch unbekannt. Man weiß jedoch, dass unbemerkte chronische Entzündungen den Muskelabbau verstärken. Andererseits wirkt sich der Mineralstoff Magnesium positiv auf die Muskelfunktion aus. Das bestätigt unter anderem eine aktuelle Studie aus Großbritannien mit 2570 Frauen im alter zwischen 18 und 78 Jahren, die den Zusammenhang zwischen Magnesiumaufnahme, Muskelkraft und entzündlichen Prozessen untersuchte.

Ernährung, reich mit Magnesium, verbessert die Muskelmasse in jedem Lebensalter und hilft dabei, bis ins hohe Alter körperlich fit zu bleiben. Neben grünem Blattgemüse, Vollkorngetreide, Obst und Nüssen sind vor allem Heilwasser ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter gute Magnesiumquellen.

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Gesundheit

Warum ist Fieber gut?

Wenn der Körper glüht, macht das vielen Angst. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Abwehrreaktion auszuhalten.

Die Glieder schmerzen, man fühlt sich schlapp, schwitzt und friert im Wechsel. Das sind typische Begleit erscheinungen für akutes Fieber. Häufigste Ursache ist ein Infekt. Zur Bekämpfung der Erreger verteilt der Körper die Energiereserven um und steckt sie ins Immunsystem. Die Energie, die gewöhnlich der Muskulatur und dem Gehirn zur Verfügung steht, schwindet also.

Der Messort ist entscheidend

Fieber! Das besondere Problem: Es gibt keine einheitliche Definition. Allgemein gilt: „38,5 Grad Celsius rektal oder oral gemessen werden als Fieber eingeordnet“, sagt der Experte. Zum Messen eignen sich Digital ebenso wie Glasthermometer. Wer aber die Körpertemperatur unter der Achsel oder mit einem Ohrthermometer im Gehörgang misst, sollte beachten, dass die Werte bei diesen beiden Verfahren bis etwa 1,5 Grad niedriger ausfallen können.

Suche nach dem Auslöser

„Die Höhe des Fiebers sagt nichts über die Schwere einer zugrunde liegenden Krankheit aus“, erläutert Prof. Fleck. Außerdem kann man nicht unmittelbar vom Fieber auf die Ursache schließen. „Deshalb gestaltet sich die Suche nach dem Grund manchmal als äußerst schwierig“, so der Immunologe. Der Fieberspezialist forscht bei Patienten, die unter chronischen Fieberverläufen mit unbekannter Ursache leiden, nach tatsächlichen Auslösern.

Nicht immer ein Infekt

Dauert das Fieber nur ein bis zwei Tage, ist es meist eine Reaktion auf eine akute Infektion von Viren oder Bakterien. Hinter immer wiederkehrenden Fieberschüben steckt oft eine Autoimmunerkrankung, in seltenen Fällen etwa ein Tumor.

Auslöser können aber auch eine Vergiftung oder Medikamenten-Nebenwirkungen sein. Diente früher der Fieberverlauf den Ärzten oft als Hinweis auf mögliche Krankheiten, spielt er heutzutage in der Diagnose keine große Rolle mehr. Die Labordiagnostik gibt schneller Aufschluss über die Erkrankung. Eine Ausnahme, bei der Höhe und Typ des Fiebers einen Rückschluss auf die Krankheit erlauben, ist das wechselnde Fieber bei Malaria. Je nachdem, ob die Körpertemperatur an jedem zweiten oder dritten Tag erhöht ist, liegt eine Malaria tertiana oder quartana vor.

Fieber senken: Ist das sinnvoll?

Fieber hilft dem Körper, Infektionen zu bekämpfen. Doch greifen viele Betroffene zu fiebersenkenden Arzneien. Eine aktuelle Studie bei schwer erkrankten Patienten auf Intensivstationen zeigte aber, dass die frühzeitige Behandlung mit fiebersenkenden Mitteln keinen relevanten Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung hatte. Eigentlich gesunde Menschen brauchen keine fiebersenkenden Medikamente nehmen. Sinnvoller ist es, sich zu schonen, den Infekt in Ruhe auszukurieren.

Da aber die erhöhte Körpertemperatur Herz und Kreislauf belastet, sollten Patienten mit schwachem Herz, Nieren- oder Lungenerkrankungen fiebersenkende Maßnahmen anwenden. Eine sehr bewährte Alternative zu Medikamenten sind Wadenwickel (siehe Kasten). Hält das Fieber länger als 48 Stunden an, übersteigt es 40 Grad Celsius oder liegen weitere Symptome wie etwa Husten mit eitrigem Auswurf vor, dann ab zum Arzt!

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Gesundheit

10 Heilkräuter gegen Schlafstörungen und innerer Unruhe

Unser Lebensrhythmus wird immer schneller – die Leute wollen mehr und schneller. Um jeden Preis wollen wir uns beweisen und vergessen deshalb oft auf die Gesundheit. Täglich viele Arbeitsaufgaben, familiäre Verpflichtungen und konstanten Stress zu bewältigen kostet viel Kraft und stellt für den Körper und Geist eine erhebliche Belastung.

Deshalb ist es enorm wichtig, dass man in diesen schnellen und manchmal chaotischen Rhythmus des Lebens die richtige Balance zwischen Spannung und Gelassenheit findet. Neben verschiedener Entspannungstechniken (Autogenes Training, verschiedene Atemtechniken) wirken auch einige Kräuter stresshemmend und beruhigend.

Baldrianwurzel

Baldrianwurzel

Baldrianwurzel können bei allen Formen der nervösen Erregung helfen. Dabei hat Baldrian auch positiven Effekt auf den Schlaf und hilft beim Einschlafen. Menschen, die psychisch stark belastet sind, können Baldriantee auch während des Tages trinken, ohne dabei müde zu werden.

Vorbereitung – Ein bis zwei Teelöffel Baldrianwurzel morgens mit kochendem Wasser übergießen, 10 Stunden stehen lassen und am Abend eine Tasse aufgewärmten Tee genießen.

Den kalten Guss bereitet man mit ein bis zwei Teelöffel Baldrianwurzel, die man mit kalten Wasser übergießt und 10-12 Stunden stehen lässt. Vorm Schlafengehen trinkt man schluckweise den aufgewärmten Getränk.

Achtung: Leute, die am Abend Baldriantee trinken, können am Morgen etwas mehr Probleme mit dem Aufstehen haben.

Apfelschalentee

Apfelschalentee

Das ist ein sehr milder Tee, der gleichzeitig beruhigend und belebend wirkt. Man kann ihn auch aus ungeschälten Äpfel, die man in kleine Stücke schneidet, vorbereiten. Die Stücke übergießt man mit kochenden Waser und lässt eine Stunde stehen. Den Getränk kann man mit einem Teelöffel Honig gesüßt trinken.

Ginseng

Ginseng und Hafer

Ginseng und Hafer wirken beruhigend und stärkend an die Nervenfunktion.

Hopfen

Hopfen

Hopfen hat beruhigende Wirkung wegen dem Harz aus den Kegeldrüsen. Hopfen hilft beim Einschlafen und wirkt leicht stimulierend auf die Magenfunktion. Seine enthaltene Substanzen, die ähnliche Struktur wie Östrogen haben, helfen bei der übermäßigen Reizung des Organismus. Für das Beruhigungsgetränk übergießt man zwei Teelöffel Hopfenzapfen mit einer Tasse kochendem Wasser und trinkt man eine Tasse vorm Schlafengehen.

Achtung: Hopfen ist nicht für dauerhafte Anwendung geeignet!

Zitronenmelisse

Blätter der Zitronenmelisse

Die Blätter der Zitronen Melissa helfen das Innere Gleichgewicht wiederherzustellen und helfen auch Krämpfe und Blähungen zu lindern. Dabei hat Zitronenmelisse auch positiven Effekt auf dem Schlaf und die Magenverstimmung. Melissentee Vorbereitung ist ganz einfach – man übergießt zwei Teelöffel getrockneten Blättern mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt 15 Minuten stehen. Man kann Melissentee 2-3 mal täglich genießen.

Rosmarinblätter

Rosmarinblätter

Die Blätter vom Rosmarin regen die Durchblutung an, stärken die Nerven und haben allgemein beruhigende Wirkung. Eine Teelöffel Rosmarinblätter überdies man mit einer Tasse kochendem Wasser. Der Rosmarintee kann zweimal täglich genießt werden.

Lavendel

Lavendelblüten

Auch die Blüten von Lavendel haben beruhigende und nervenstärkende Wirkung. Dabei fördert Lavendel die Verdauung.

Johanniskraut

Johanniskraut

Schon die alten Griechen wussten Bescheid über die heilende Wirkung von Johanniskraut. Es stärkt das Nervensystem, mildert die Angstempfindung und innere Unruhe und wird auch bei milderen Formen von Depressionen eingesetzt.

Blüten der Rose

Blüten der Rose

Die Blüten der Rose helfen, die Schleimhaut des Magens und dann zu beruhigen, dass Herr zu stärken und das Blut zu reinigen. Für die Vorbereitung des Getränks übergießt man ein Teelöffel Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt 5-10 Minuten stehen. Täglich kann man den Tee zweimal genießen.

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Aktuell Gesundheit

Fernsehen frustriert!

Wer Fernsehen zum Stressabbau nutzt, wird oft von Schuldgefühlen geplagt. Viele Menschen wollen nach einem langen Arbeitstag nur noch eins: auf die Couch sinken und vor dem Fernseher entspannen.

Statt für Erholung sorgt das aber häufig für Frust in Form von Schuld-gefühlen, erklären Psychologen um Leonard Reinecke von der Johannes Gutenberg ­Universität in Mainz. Die Forscher befragten 471 Probanden, wie sie sich am Vorabend gefühlt und welche Medi-en sie genutzt hatten. Gerade jene, die besonders erschöpft und gestresst waren, gaben offenbar eher der Versuchung des Fernsehens nach. Das ungute Gefühl, die Zeit sinnvoller nutzen zu kön-nen, sorgte allerdings dafür, dass der Erholungseffekt schwach blieb.

Paradoxerweise traf das diejenigen Teilnehmer am härtesten, die am dringendsten Entspannung brauchten: Je erledigter die Befragten nach eigenem Bekunden waren, desto stärker war ihr Gefühl des Kontrollverlusts. Bei anderem Medienkonsum – etwa Computerspielen – war ein ähnlicher Effekt zu beobachten.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass sein gemütlicher Fernsehabend durchaus beim Abschalten helfen kann. Doch anscheinend wird die Sache im wahren Leben komplizierter, sobald die Glotze im persönlichen Empfinden mit anderen Formen des Zeitvertreibs konkurriert.

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Gesundheit

Positiver Einfluss von Bewegung auf die Gesundheit

Ein sehr interessanter Beitrag im zum Thema Gesundheit und wie wir sie durch die richtige Ernährung und Bewegung positiv beeinflussen können.

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Gesundheit

Fettbinder, die eigentlich wirken

Vor einigen Wochen hat Stiftung Warentest einige bekannte Schlankheitsmittel getestet. Das Resultat war mehr als ernüchternd:

Von den fünf getesteten Fettbindern wurden beispielsweise vier als wirkungslos bzw. ungeeignet zum Abnehmen eingestuft. Nur beim Fettbinder Formoline L112 konnte auch durch Studien belegt werden, dass er beim Abnehmen wirklich

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Gesundheit

Lavendel hilft bei innerer Unruhe

Etwa 10 Prozent der Erwachsenen leiden laut Schätzungen unter ängstlicher Unruhe und Schlaflosigkeit. Als wirksame Alternative zu synthetischen Beruhigungsmitteln haben Forscher nun Lavendel entdeckt. Eine aktuelle Studie mit 280 Patienten zeigte, dass der Wirkstoff Silexan (z. B. „Lasea“, Apotheke) bereits binnen einer Woche das Sorgenkarussell im Kopf stoppen kann. Zudem verbessert sich der Schlaf. Und: Der Wirkstoff macht weder abhängig noch tagsüber müde.

Video: Lavendel | Pflanzliche Heilmittel

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Essen Gesundheit

Fischesser leben länger

Ältere Erwachsene, die häufig Fisch und Meeresfrüchte essen, leben länger. Insbesondere haben sie ein geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Das zeigt eine neue Studie an rund 2700 Amerikanern.

Fischesser, deren Blut hohe Werte an Omega-3-Fettsäuren aufwies, lebten etwa 2,2 Jahre länger als Personen, die keinen oder wenig Fisch aßen. Was bedeutet das für Sie? Wenn Sie bisher keinen Fisch gegessen haben, setzen Sie ab jetzt zwei Portionen pro Woche auf den Speiseplan, rät der Autor der Studie Dariush Mozaffarian, Gesundheitswissenschaftler an der Universität Harvard in den USA.

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Fitness Gesundheit Sport & Fun

Sport im Alter bringt viel gutes mit

Sport fördert die Selbstständigkeit, so dass wir auch im Alter noch fit durchs Leben schreiten können. Training hilft Senioren im Alter, ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf einem hohen Level zu halten. Dafür wurden schon zahlreiche Sportarten entwickelt und der Trend wächst stetig an.

Wie Studien beweisen, beginnt der Abbau der motorischen Fähigkeiten schon ab dem 30. Lebensjahr. Dabei spielen vor allem die Grundfähigkeiten Ausdauer, Koordination und Kraft für die Motorik eine besondere Rolle. Verschlechtern sich diese Fähigkeiten drastisch, können Einschränkungen des Bewegungsapparats durch Muskel- und Knochenabbau, verzögertes Koordinations- und Reaktionsvermögen sowie abnehmende Herzleistungen beobachtet werden.

Doch nicht nur die Bewegungsfähigkeit leidet. Auch die Selbstzweifel, durch eine verminderte Selbstständigkeit und somit auch verminderte Lebensqualität, werden immer größer. Oft sind Depressionen Folgeerscheinungen der begrenzten Beweglichkeit. Aus diesem Grund sollten ältere Menschen immer versuchen, Bewegungsdefizite durch Training wieder auszugleichen, wenn nicht sogar zu verbessern.

nordic walking

Eine beliebte Sportart bei Senioren ist das Nordic Walking. Mit Hilfe von zwei Gehstöcken wird der Laufrhythmus hierbei unterstützt. Immer mehr ältere Menschen finden auch Gefallen an Stressabbau- und Entspannungssportarten wie Yoga oder autogenem Training. Hierbei werden die Muskeln entspannt und der eigene Körper wiederentdeckt. Die Kontrolle über den eigenen Körper wirkt sich positiv auf die Stimmung der älteren Menschen aus und hilft somit Depressionen vorzubeugen. Der Rehabilitationssport nimmt eine ganz eigene Rolle im Seniorensport ein. Kurse in diesem Bereich werden von der Krankenkasse sogar gefördert. Dies jedoch nur, wenn auch 80% der Kurse besucht worden sind. Das schürt die Motivation der Teilnehmer und bringt die Trainierenden näher an ihr persönliches Ziel heran, gesund und munter zu bleiben.

Mit steigendem Durchschnittsalter nehmen die Risikofaktoren für Stürze und Krankheiten leider immer weiter zu. Auftretende Probleme sollten nicht einfach weggewischt und als alterstypisch betrachtet werden. Ältere Menschen sollten auf ihren Körper hören und durch Bewegungs- und Gleichgewichtstherapie ihre Koordinations- und Konditionsfähigkeiten stärken. Durch gezielte Therapie lassen sich Stürze vielfach vermeiden. Studien haben bewiesen, dass ein trainierter Senior eine genauso hohe Leistungsfähigkeit aufweist wie ein untrainierter Mittzwanziger. Dies sollte Ansporn genug sein, um Stürzen, Bettlägerigkeit und somit auch Pflegebedürftigkeit entgegen zu wirken.

Beratung und Unterstützung findet man in jeder Gesundheitskassenfiliale, in Fitnessstudios oder bei anderen Experten. Wer nicht mit anderen zusammen trainieren möchte, der such sich einen Personal Trainer, der mit ihm zusammen in persönlicher und bekannter Umgebung an der Umsetzung der eigenen Ziele arbeitet. Man sollte niemals vergessen: ein gesunder Körper ist das wichtigste Gut eines Menschen.